Bahnrad Vierer unter Druck

Berlin.  Bei der Bahnrad-WM in Berlin kämpft der deutsche Vierer mit der Erfurterin Lisa Klein um eine Medaille.

Der deutsche Bahnrad-Vierer der Frauen träumt bei der Heim-Weltmeisterschaft in Berlin von einer Medaille.

Der deutsche Bahnrad-Vierer der Frauen träumt bei der Heim-Weltmeisterschaft in Berlin von einer Medaille.

Foto: Sebastian Gollnow / dpa

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Es gibt sie noch, diese Momente, in denen mal nicht alles reibungslos läuft. Wobei der Zeitpunkt ungünstiger nicht hätte sein können. In Berlin startet die Bahnrad-WM, voller Erwartungen gehen die Frauen des deutschen Vierers an den Start der Qualifikation der Mannschaftsverfolgung. Zwischendrin liegen sie vorn, geben als letzte Starterinnen ordentlich Gas. Doch gut 600 Meter vor dem Ziel fliegt das Team auseinander. Mit Mühe wird es nach 4000 Metern die siebtbeste Zeit (4:15,477 Minuten).

Eine kleine Enttäuschung im ersten Moment. „Man hat gesehen, dass Reserven da sind und wir vielleicht die Taktik überdenken müssen“, sagt Lisa Brennauer (31/Durach). Zu viel Tempo im Mittelteil, ein Wechselfehler. „Es war sicher kein optimaler Lauf, aber von der Zeit her noch ok“, so Bundestrainer André Korff. Immerhin steht sein Team in der ersten Runde, was bedeutet, dass die Frauen am heutigen Donnerstag mit einer starken Zeit noch um Bronze kämpfen können.

Gut eine Sekunde blieben die Frauen über dem deutschen Rekord. Ungewohnt für eine Truppe, die sich seit Jahren stetig verbessert. Quasi ohne Rückschläge. „Es hat so gut wie jedes Mal geklappt, dass wir noch schneller fahren. Das habe ich nicht erwartet“, erzählt Franziska Brauße (21/Öschelbronn). Seit der EM 2017 in Berlin entwickelte sich der Vierer von einem Außenseiter zu einer Mannschaft, die zu den besten der Welt gehört. „Ich bin super zufrieden mit dem, was in den letzten drei Jahren passiert ist“, so Trainer Korff. Der ständige Aufschwung hat mit Brennauer zu tun. Auch mit Lisa Klein (23/Erfurt). Beides erfolgreiche Straßenfahrerinnen, die sich der Bahn zugewandt haben. „Sie sind der Motor“, so Brauße.

Bei der WM in Berlin tendiert die Erwartungshaltung schon zu einem Podestplatz, für Olympia gilt das ebenso. Das verändert noch einmal die Situation, die Außenseiterrolle ist weg. „Man steht schon unter Druck“, merkt Brauße. In der Qualifikation in Berlin war das sichtbar.

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