Die Nerven behalten: Siegesserie des Science City Jena geht weiter

Schwenningen  Nach einer 22-Punkte-Führung zur Halbzeit muss Basketball-Zweitligist Science City beim 80:74 bei Aufsteiger Schwenningen noch zittern.

Mit einer Auszeit brachte Frank Menz (Mitte) seine Truppe wieder auf Kurs.

Mit einer Auszeit brachte Frank Menz (Mitte) seine Truppe wieder auf Kurs.

Foto: Sascha Fromm

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Wow! Drei Spiele, drei Siege – Science City Jena ist perfekt in die Saison gestartet. Die Basketballer von der Saale ließen sich auch vom Aufsteiger Panthers Schwenningen nicht stoppen und liegen nach dem 80:74 (47:25)-Erfolg in der Zweitliga-Tabelle punktgleich hinter Tübingen, Bremerhaven auf Platz drei.

Jena legte eine traumhafte erste Halbzeit hin. „Das war das Beste, was wir bisher gespielt haben“, war Matthew Vest, dem insgesamt acht Punkte gelangen, begeistert. Nach dem ersten Viertel stand es schon 25:10. Vest gab mit einem Dunking zum 9:3 dabei ein starkes Signal. Trainer Frank Menz hatte vor dem Spiel beim starken Aufsteiger seine Truppe ermahnt, von Beginn an wach zu sein, um nicht wie beim Kraftakt gegen Ehingen früh in Rückstand zu geraten. Seine Korbjäger nahmen den Trainer ernst und zerlegten den Gastgeber in der ersten Halbzeit regelrecht.

Beim Stande von 40:16 schien sich ein Debakel für den Neuling, der viele Fehler machte, anzubahnen. Mit 22 Punkten Vorsprung und 47:25 ging es in die Halbzeit. Hier sollte nichts mehr anbrennen, glaubte wohl jeder in der jetzt abgekühlten Halle.

Doch nach dem Wechsel liefen die Panthers und ihre Fans dann plötzlich heiß und der große Jenaer Vorsprung schrumpfte Punkt um Punkt. Trainer Menz ärgerte sich danach: „Wir haben angefangen, schlechte Würfe zu nehmen und falsche Entscheidungen zu treffen. Am Ende haben wir uns in eine Situation gebracht, in der alle nervös geworden sind, nachdem wir schon im letzten Heimspiel so begonnen hatten, obwohl wir eine souveräne erste Halbzeit abgeliefert haben. Das hätte man anders zu Ende spielen müssen.“

In der Schlussphase überhastet agiert

Wichtig aber war, dass die Jenaer in einer kitzligen Schlussphase die Nerven behielten. Im dritten Viertel lag der Vorsprung mit 67:52 noch bei komfortablen 15 Zählern. Doch vier Minuten vor Schluss waren die Panthers plötzlich auf dem Sprung. Der bis dahin so starke Brad Loesing agierte wie seine Teamkollegen überhastet. Jenas individuelle Klasse, die den Aufsteiger so brutal gezähmt hatte, war verflogen. Beim Stande von 66:72 zog Menz die Notbremse – Auszeit.

Schwenningen kam zwar in der Folge noch einmal auf 68:72 heran, doch dann stellte Julius Wolf mit einer eleganten Bewegung zum Korb den alten Abstand wieder her. Wolf, bis zum Samstag noch drittbester Punkte-Sammler der gesamten Liga, war bis dahin ziemlich blass geblieben und traf insgesamt nur zu vier Punkte ins Netz.

Coach Menz war zumindest mit dem Ergebnis glücklich: „Wir freuen uns riesig, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Wir wussten im Vorfeld, dass dies eine schwere Aufgabe für unsere Mannschaft wird. Einige unserer Spieler sind schließlich angeschlagen in die Partie gegangen.“

Menz‘ Spieler Mat Vest fand: „Wichtig ist, dass wir gewonnen haben. Uns fehlt noch die Konstanz. Aber wir haben bei diesem Spiel, glaube ich, viel gelernt.“

Bereits am kommenden Mittwoch kann Jena seine Siegesserie fortsetzen. Ab 19.30 Uhr werden die PS Karlsruhe Lions in der Sparkassen-Arena erwartet. Die „Löwen“ verloren erstmals am Samstag gegen Spitzenreiter Tübingen. Die nächste harte Nuss also für die Jenaer Korbjäger.

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