Science City gelingt gegen Kirchheim dritter Sieg in Folge

Jena.  Die Zweitliga-Basketballer von Science City Jena gewinnen gegen Kirchheim ihr drittes Spiel in Folge.

Alex Herrera (Science City/helles Trikot) im Zweikampf mit Andreas Kronhardt.

Alex Herrera (Science City/helles Trikot) im Zweikampf mit Andreas Kronhardt.

Foto: Sascha Fromm

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Es ist fast ein bisschen schade, dass die Siegesserie der Jenaer Zweitliga-Basketballer jetzt mit einer Länderspielpause unterbrochen wird. Aber Science-City-Coach Steven Clauss sieht vor allem die Vorteile der zweiwöchigen Unterbrechung. „Für unsere erkrankten oder verletzten Spieler wie Dennis Nawrocki und die beiden Center Oli Mackeldanz und Lars Lagerpusch ist das jetzt die Chance, wieder fit zu werden“, sagt der gebürtige New Yorker. Kapitän Nawrocki begann vergangene Woche nach einer Virusgrippe zwar wieder mit dem Training. „Doch das Spiel gegen Kirchheim kam noch zu früh für ihn“, so Clauss.

Gegen den Verfolger aus Kirchheim landete Jena mit dem souveränen 93:84 den dritten Sieg in Folge und verteidigte seinen dritten Platz in der ProA-Tabelle. Während Center Alex Herrera gegen die „Ritter“ (Knights) aus Baden-Württemberg mit 27 Punkten und zehn Rebounds ein starkes Double-Double abliefert, reihten sich alle eingesetzten Spieler nahtlos ein und überzeugten erneut mit einem mannschaftlich geschlossenen Auftritt.

Der 2,06-Riese aus Colorado meinte: „Das war ein guter und wichtiger Sieg für uns. Abgesehen von einigen Ups and Downs konnten wir erneut zu Hause gewinnen, den dritten Sieg in Folge einfahren und unseren für den Heimvorteil in den Playoffs wichtigen dritten Platz verteidigen. Wir können jetzt in Ruhe daran arbeiten, mit einem kompletten Kader in die Schlussphase der regulären Saison zu starten.“

Durch einen Herrera-Dunk mit dem ersten Korb der Partie auf 2:0 einsteigend, legte Science City bis auf 6:0 nach, bevor die Gäste in der 3. Minute ihre ersten Punkte erzielten. Zwar glich Kirchheim kurzzeitig auf 6:6 aus (4.), fand aber in den restlichen Minuten des Auftaktviertels nur selten Antworten auf das intensive Spiel der Thüringer. Am Ende des mit 24:14 gewonnenen Startviertels las sich das Arbeitszeugnis des immer besser Rhythmus findenden 27-jährigen Centers mit acht Punkten und sieben Rebounds mindestens beeindruckend. Mit 46:38 ging es in die Pause.

Nach einem Korb von Brad Loesing zum 60:45 in der 25. Minute schien Science City einem ungefährdeten Heimsieg entgegenzusteuern. Doch die Kirchheimer erwiesen sich als hartnäckige Gäste und verkürzten bis zum Start in das Schlussviertel wieder auf 64:62. Als Pape mit einem Dreier zur erstmaligen Gäste-Führung traf (64:65), musste Jena reagieren. Wolf hörte den Weckruf als Erster und konterte mit einem Distanzwurf. Loesing beseitigte mit dem 87:76 (38.) alle Zweifel, bevor Science City mit dem sehenswertesten Spielzug des Duells glänzen konnte. Ein von Julius Wolf auf Matt Vest gespielter Pass landete 91 Sekunden später bei dem in die Zone ziehenden Alex Herrera, der mit autoritärem Dunk zum 89:76 den Schlüssel zum Heimsieg unwiderruflich umdrehte. Zum Schluss sorgte Jenas Ur-Gestein Ermen Reyes-Napoles mit einem lässigen Dreier für echte Feierlaune in der Sparkassen-Arena.

Trainer Claus freute sich mit. „Einmal mehr hat das Team dann aber gut reagiert und gezeigt, dass wir in dieser Phase nicht nervös werden oder auseinanderfallen, sondern es uns gelingt, den Weg zurückzufinden. Ein großer Anteil am Sieg geht in diesem Spiel an unsere Bank, die uns enorm geholfen hat“, lobte Claus noch explizit die Neuzugänge Gilder-Tilbury und Stokes.

Nun wartet am 1. März (16 Uhr) ein Topspiel auf Jena (32 Punkte), in dem man den Sechsten Trier (24) mit einem Sieg abhängen könnte.

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