Science City Jena gewinnt in letzter Sekunde gegen Trier

Jena.  Mit einem unglaublichen Comeback hat sich Science City Jena einen 85:84-Sieg in der 2. Basketball-Bundesliga ProA gegen die Gladiators Trier erkämpft.

Riesenjubel bei den Jenaern um Dennis Nawrocki, der in letzter Sekunde mit einem sogenannten "Buzzer Beater" den vielumjubelten 85:84-Sieg gegen Trier erzielte.

Riesenjubel bei den Jenaern um Dennis Nawrocki, der in letzter Sekunde mit einem sogenannten "Buzzer Beater" den vielumjubelten 85:84-Sieg gegen Trier erzielte.

Foto: Sascha Fromm

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Dank eines Dreiers von Kapitän Dennis Nawrocki in der Schlusssekunde drehten die Thüringer die schon verloren geglaubte Begegnung. Wie viele seiner Drehwürfe aus der Distanz im Training den Weg in den Korb finden, wurde der Held des Tages gefragt.

„Gute Frage“, meinte Nawrocki und grinste dann über beide Ohren. „Es war ein knappes Spiel, in das wir uns zurückgekämpft haben. Da geht so ein Wurf dann auch mal rein und du hast das Glück auf deiner Seite“, ergänzte der Kapitän.

Einer, der am Sonntag gegen Trier auch eine wichtige Rolle auf dem Parkett spielte, war Kamou Stokes. Bis Dezember 2019 spielte er noch für Polpharma Starogard Gdanski in der ersten polnischen Liga. Den Wechsel im Januar zu Science City hat er nicht bereut. „Vor fünf Wochen bin ich hier mit offenen Armen empfangen worden“, berichtet der 24-jährige US-Amerikaner. In der Mannschaft habe er auch schon viele „Buddys“ gefunden, unternehme einiges mit seinen Kollegen. „Vielleicht bis auf diejenigen, die bald Vater werden.“ Die haben freilich andere Interessen als der Single, der sich mit der Familiengründung gerne noch etwas Zeit lassen will.

Stokes jedenfalls präsentiert sich von Woche zu Woche stärker. Während er bei seinem Debüt für die Thüringer nur auf zwei Punkte kam, traf er in den folgenden Begegnungen immer zweistellig. Gegen Trier steuerte er 13 Zähler bei. Topscorer von Science City war aber Center Alexander Herrera mit 18 Punkten und ebenso vielen Rebounds.

Die 2158 Zuschauer in Jena sahen ein ausgeglichenes erstes Viertel (20:23). Im Anschluss sah es so aus, als ob das Team aus Rheinland-Pfalz davonziehen könnte, ehe die Gastgeber eine Aufholjagd starteten und mit einem 38:38 in die Halbzeitpause gingen. Auch im dritten Spielabschnitt konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen (60:64). Zu Beginn der finalen zehn Minuten zog Trier erstmals auf zehn Punkte davon (60:70). Es folgte ein nervenaufreibender Krimi mit hoher körperlicher Intensität.

14 Sekunden vor dem Ende hatte Science City durch Julius Wolf wieder ausgeglichen (82:82), trotz der kleinlichen Pfiffe des schwachen Schiedsrichter-Gespanns. Trier ging jedoch wieder in Führung. Es folgte die letzte Aktion. Die Uhr zeigte noch 0,4 Sekunden. Nawrocki bekam den Ball und warf einen wilden Dreier – zum umjubelten Sieg. „Wir haben es mit 23 Turnovern unnötig knapp gemacht. Aber am Ende zählt der Erfolg“, sagte der Kapitän.

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