Drei Thüringer Erfolge beim Kaderturnier des Box-Verbandes

Peter Scholz
| Lesedauer: 2 Minuten
Cheforganisator und Trainer Lutz Grau vom 1. SSV Saalfeld kämpft außerhalb des Ringes bei einem seiner Schützlinge förmlich mit.

Cheforganisator und Trainer Lutz Grau vom 1. SSV Saalfeld kämpft außerhalb des Ringes bei einem seiner Schützlinge förmlich mit.

Foto: Peter Scholz

Bad Blankenburg  Insgesamt 126 Kämpfe wurden beim 8. Kaderturnier des Thüringer Box-Verbandes in Bad Blankenburg ausgetragen. Die Gastgeber haben Grund zum Jubeln.

Mit drei Thüringer Erfolgen endete gestern das dreitägige Kaderturnier des Thüringer Box-Verbandes in der Landessportschule Bad Blankenburg. Dabei konnte Maribel Schierle bei den Kadetten auch einen Turniersieg für die Gastgeber, dem 1. SSV Saalfeld, einfahren. Das junge Mädchen, deren Bruder Silvio zu den besten deutschen Amateurboxern gehört und derzeit zu einem Lehrgang auf Kuba weilt, siegte in einem spannenden Finalkampf gegen Felicia Ntoumazios (Niedersachsen) nach Punkten.

„Beide Kämpferinnen haben sich gegenüber dem Viertelfinale enorm gesteigert“, sagte SSV-Trainer Tobias Gorf. Bereits am Freitag waren beide aufeinander getroffen, wobei auch hier die Faustkämpferin aus der Feengrottenstadt das bessere Ende für sich hatte. Mit Salha Akmatov und Murad Mukaliev wurden zwei weitere Thüringer Akteure vom Boxverein Weimar ebenfalls Turniersieger; Nils Richert-Zimmermann aus Bad Langensalza musste als vierter Thüringer Finalkämpfer eine Niederlage einstecken.

Etwa 180 Kämpferinnen und Kämpfer, darunter auch zwei Dutzend Kaderathleten aus Thüringen, waren bei der achten Auflage des Turniers dabei. Dabei erlebten die Zuschauer wie Aktive eine Premiere: Erstmals wurde in der Vierfelderhalle gleich in zwei Boxringen gekämpft: „Das ist uns insgesamt alles gut gelungen“, sagte ein zufriedener Cheforganisator Lutz Grau, der neben zahlreichen Athleten aus deutschen Landesverbänden auch Sportler aus Tschechien, Russland, Holland und der Schweiz begrüßen konnte. Bemerkenswert: Die Qualität der Kämpfer war in diesem Jahr besonders ausgeglichen. Bei den insgesamt 126 Kämpfen gab es nur eine Handvoll Siege durch Knockout, das Gros der Duell ging über die angesetzte Kampfzeit.

„Mit der Entwicklung sind wir sehr zufrieden“, sagt Grau, der neben seinen organisatorischen Aufgaben auch noch einige seiner Schützlinge am Ring betreute. Dabei geht es vielen teilnehmenden Verbänden und Vereinen vordergründig nicht nur um den Turniersieg, sondern vor allem um die boxerische Überprüfung vor den bevorstehenden nationalen Meisterschaften. Und so verwundert es auch nicht, dass im kommenden Jahr mit einer Staffel aus Norwegen und Großbritannien weitere ausländische Teams ihr Kommen avisiert haben.

Das neunte Kaderturnier dürfte damit im Februar 2020 noch internationaler werden.