Die entscheidenden Wochen für Stahl Unterwellenborn

Unterwellenborn.  Volleyball: Thüringenliga-Aufsteiger SV Stahl Unterwellenborn ist derzeit Vorletzter, aber optimistisch, die Klasse halten zu können

Sichtblock der Unterwellenborner Oliver Kleemann, Franz Zahoransky und und Philipp Fischer (von links; hinten Spielertrainer Jeffrey Bierwirth bei der Aufgabe). Der Stahl-Sechser will am Samstag weiter gegen den Abstieg punkten.

Sichtblock der Unterwellenborner Oliver Kleemann, Franz Zahoransky und und Philipp Fischer (von links; hinten Spielertrainer Jeffrey Bierwirth bei der Aufgabe). Der Stahl-Sechser will am Samstag weiter gegen den Abstieg punkten.

Foto: Peter Scholz

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„Das ist wieder ein Krimi“, sagt Jeffrey Bierwirth und wechselt nach dem 2:2-Satzausgleich im Kellerduell zwischen dem SV Stahl Unterwellenborn und dem VC Jena die Seite zum entscheidenden Tie-Break. Dabei hätte das gastgebende Team schon längst in diesem vierten Satz den Sack zumachen können: Doch selbst eine 18:13- und 22:18-Führung reichte nicht zum 3:1-Sieg. Am Ende wurde es im Spiel des Vorletzten gegen den Letzten nach dem 15:8-Erfolg im entscheidenden Satz wenigstens noch ein 3:2 und damit der erste Saisonsieg für den Aufsteiger.

Mit dem Sieg im Kellerduell macht Stahl jedoch nicht diesen großen Schritt in Richtung rettendes Ufer, wie man es sich vielleicht im Gelängeweg vorgestellt hat: Weil zwei Teams am Saisonende absteigen, muss man weiter Punkte sammeln. Und bei Stahl hofft man, dass das am kommenden Samstag erneut gelingt. Dann empfängt der Unterwellenborner Sechser mit dem Geraer Volleyballclub ein Team, gegen das man sich auf jeden Fall erneut einen Punktezuwachs ausrechnet.

Zumal gegen den Tabellensechsten die personellen Probleme möglicherweise geringer sind als gegen Jena: Gegen die Saalestädter fehlte mit Martin Fröhlich aus privaten Gründen der Zuspieler, so dass Bierwirth sich quasi eine neue Mannschaft zusammenbasteln musste. Dabei vertraute er auch der Jugend, setzte beispielsweise mit Clemens Engelmann eine Libero ein, der gerade einmal 14 Jahre alt ist. „Er hat vier Sätze durchgespielt, hat seine Sache gut gemacht“, lobt der Spielertrainer.

Die Unterwellenborner haben dabei nicht nur mit personellen Problemen zu kämpfen. Stahl dürfte in dieser Saison auch zu jenen wenigen Teams in Thüringen gehören, die unterschiedliche Trainings- und Wettkampfstätten haben: „Unser Haupttraining findet in Saalfeld, in der Dreifelderhalle Grüne Mitte, statt. Die Spiele dagegen in Unterwellenborn, einer im Vergleich viel kleineren Halle.“ Irgendwie lief im Vorfeld der Saison bei der Hallen-Planung etwas schief. Und dass die kleinere Halle nun vielleicht ein Vorteil für die Gastgeber sein sollte, davon will Jeffrey Bierwirth nichts hören: „Wir hätten schon gern in Saalfeld gespielt.“

Jetzt muss man sich mit den Gegebenheiten abfinden. Und das Beste daraus machen: „Wir wollen am Samstag wenigstens drei Punkte aus den beiden Spielen holen“, sagt Bierwirth. Nach der Begegnung gegen Gera trifft man dann noch auf den Tabellendritten, den Schmalkalder Volleyballverein. Und eine Woche später fährt man dann nach Ilmenau, zum Tabellensiebten. Auch eine lösbare Aufgabe. „Jetzt“, sagt Jeffrey Bierwirth, „kommen für uns die entscheidenden Wochen, in denen wir die Punkte für den Klassenerhalt holen müssen.“

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