Die Fans des HSV Apolda als Triebfeder

Apolda.  Der HSV Apolda empfängt am Samstagabend in der Mitteldeutschen Handball-Oberliga den HSV Bad Blankenburg

Patrick Schatz, Trainer der Männer des HSV beim Thüringenderby HSV Apolda gegen HBV Jena.

Patrick Schatz, Trainer der Männer des HSV beim Thüringenderby HSV Apolda gegen HBV Jena.

Foto: Jürgen Scheere

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Ein gemeinsames Weihnachtslied mit den Fans? Stollen für alle? – Patrick Schatz lächelt, Seine Mannschaft, so viel versichert er, habe sich für den eigenen Anhang etwas einfallen lassen. Schließlich sei die Unterstützung von den Rängen in den vergangenen Wochen durchaus eine Triebfeder des Erfolgs gewesen. Ein letztes Mal in diesem Kalenderjahr geht es noch einmal um Punkte in der Apoldaer Halle – es gastiert der HSV Bad Blankenburg. Ein Klub, der als Liga-Novize durchaus Furore macht, sich anschickt, den Durchmarsch von der Thüringenliga in die 3. Liga zu packen. Denen ein Bein zu stellen, erklärt Schatz, sei das Ziel für die Partie am Samstagabend. Anwurf ist 17 Uhr.

Eigentlich will Patrick Schatz sich um andere Dinge kümmern. Schließlich muss er als Vereinspräsident das große Ganze im Blick haben, sich nicht ausschließlich um das sportliche Wohl der ersten Männermannschaft kümmern. Doch er tut es – weil es noch immer keinen Nachfolger für den vor Monaten geschassten Robert Flämmich gibt. Das Team, so viel ist klar, ist wieder in der Spur; doch noch ist niemand in Sicht, der auch das Ruder übernehmen will. Man sei in Gesprächen, erklärt Schatz, doch bisher gab es nur Absagen. Eine Möglichkeit, die er sieht: „Wenn wir uns durch sportliche Erfolge für neue Trainer interessant machen, sie so anlocken“, sagt er. Bis Ende Januar, so sein Ziel, möchte er Klarheit in der T-Frage haben. Denn die neue Saison mag weit weg erscheinen – die Planungen für den Sommer 2020 aber laufen längst. Gespräche mit Spielern liefen.

Auch kurzfristig sind Veränderungen im Kader noch denkbar, möglicherweise werden über den Jahreswechsel ein, zwei neue Akteure zum Kader stoßen. „Wir haben da durchaus den einen oder anderen im Blick“, sagt Schatz. Transfers als Vorgriff auf den Sommer spielen in den Gedanken des Vereinschefs eine Rolle.

Die Winterpause ist kurz, steht doch nach dem letzten Heimspiel gegen Bad Blankenburg noch das Pokalspiel gegen Wutha-Farnoda am nächsten Wochenende an. Bis zum 6. Januar haben die Jungs dann frei bekommen – allerdings mit einem einzuhaltenden Trainingsplan. Gegen individuelle Läufchen und ein paar Krafteinheiten sei auch über die Feiertage nichts einzuwenden. Schließlich soll es eine erfolgreiche Rückrunde werden. Eine Serie, die an diesem Samstag also beginnt – gegen einen starken HSV Bad Blankenburg, der als Tabellendritter in die Glockenstadt reist. Das Hinspielresultat wirkt bis heute nach im kollektiven Gedächtnis des HSV Apolda. 16:28 aus Sicht der Schatz-Schützlinge. Derlei Fiasko soll sich nicht wiederholen. Dafür hat sich Schatz die Gäste vie Videostudium vorgenommen, Stärken und Schwächen herausgearbeitet – ohne die Angriffspunkte verraten zu wollen. Dass man gut vorbereitet sein wird, sollen die Bad Blankenburger auf dem Parkett zu spüren bekommen.

Und wie sieht es bei den Gästen aus? „Das wird ein ganz anderes Spiel als zu Saisonbeginn“, weiß auch Igor Ardan, der Trainer der Bad Blankenburger. „Apolda ist gut in Form, das ist ein Derby, da wird die Tagesform entscheiden“, ist sich der Trainer des Tabellendritten sicher.

Insofern gehen die Blankenburger mit Respekt, aber schon mit der Hoffnung in das Spiel, den Hinspielerfolg zu wiederholen. „Außerdem haben wir etwas gut zu machen“, sagt Ardan mit Blick auf das vergangene Wochenende. Da kassierten die HSV-Akteure beim 25:28 gegen den HC Einheit Plauen ihre bislang deutlichste Saisonniederlage in der Mitteldeutschen Oberliga. „Ich hoffe, die Jungs haben das Spiel vom letzten Wochenende schnell vergessen“, so Ardan, der natürlich mit einem positiven Erlebnis den Jahreswechsel begehen will.

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