Dirk Sauermann wird Trainer bei Schwarz-Weiß Erfurt

Erfurt.  Der 45-Jährige tritt beim Volleyball-Bundesligisten die Nachfolge von Florian Völker an.

Dirk Sauermann

Dirk Sauermann

Foto: Agentur FREITAG!

In dem Bestreben, weiter Erstliga-Volleyball in der Landeshauptstadt zu präsentieren, hat Schwarz-Weiß Erfurt mit dem Traineramt eine Schlüsselposition für die kommende Spielzeit besetzt. Dirk Sauermann tritt die Nachfolge von Florian Völker an, der nach einem Jahr Erfurt zu Rote Raben Vilsbiburg gewechselt ist.

Seit Februar, nachdem der Weggang Völkers festgestanden hatte, laufen Gespräche mit dem gebürtigen Kieler. Laut Vereinspräsident Michael Panse hätten sich der Vorstand und die Gesellschafter schnell für den 45-Jährigen entschieden gehabt. Als deutschsprachiger Coach, der Englisch gleichermaßen beherrscht, erfüllt er durch seine Erfahrung aus mehr als zehn Trainerjahren in der ersten und zweiten Volleyball-Bundesliga die beiden wichtigsten Kriterien, die an einen neuen Cheftrainer geknüpft wurden. In puncto Philosophie scheint zudem Einigkeit zu herrschen.

Videokonferenz von Südfinnland

„Ich bin froh, dass Schwarz-Weiß Erfurt in dieselbe Richtung geht, in die auch ich gehen möchte“, sagte er 45-Jährige am Dienstag. „Die Erfurter haben gezeigt, dass sie die Herausforderungen der Liga annehmen und erfolgreich meistern. Insofern möchte ich daran anknüpfen und mit deutschen Talenten, aber auch mit Ausländerinnen, die in das Projekt passen, weiterarbeiten und die Etablierung des Vereins stückweise auf eine neue Stufe stellen“, erklärte er während seiner Vorstellung per Videokonferenz.

Zugeschaltet war Sauermann von Südfinnland aus. Sein Lebensmittelpunkt, nachdem er 2016 Aurubis Hamburg nach drei Jahren verlassen hat. Die Norddeutschen zogen sich damals aus finanziellen Gründen aus der Bundesliga zurück. Schwarz-Weiß-Geschäftsführer Christian Beutler, der fünf Jahre bei Hamburg tätig gewesen ist, und Sauermann arbeiteten da bereits zusammen. Zuvor trainierte der Volleyballlehrer Leverkusen, Stuttgart sowie zwischendurch den finnischen Erstligisten HPK Naiset. Zuletzt war er als Athleten-Berater tätig.

Weiterentwicklung der Mannschaft steht an erster Stelle

Überzeugt ist Dirk Sauermann auch, mit Erfurt ein erfolgreiches Kapitel zu schreiben. Gleichwohl vieles unklar ist, wie sich die Volleyball-Bundesliga aufgrund der Einschränkungen in der neuen Saison gestaltet, geht er mit klaren Vorstellungen in die neue Aufgabe. Ohne indes ein Ziel in Form von einer Platzierung nennen zu wollen. Wichtigster Punkt sei für ihn, „offen zu sein für all das, was sich erreichen lässt“. Die Weiterentwicklung der Mannschaft steht an erster Stelle. Ein Großteil des Teams steht bereits, ließ er durchblicken. Eine sehr gute Mischung. Einen Co-Trainer als Unterstützung sucht der Verein allerdings noch. Demnach verlässt Rebekka Schneider Erfurt – mit zunächst unbekanntem Ziel.