Doppeltes Torfeuerwerk

Erfurt.  Der Erfurter SSC per 18:8 gegen Halle II und der SV Sömmerda per 22:16 gegen den VfL Gera ziehen ins Finale des Wasserball-Landespokals ein.

Finale daheim: Der SV Sömmerda empfängt am 15. Dezember den Erfurter SSC zum Derby um den Landespokal.

Finale daheim: Der SV Sömmerda empfängt am 15. Dezember den Erfurter SSC zum Derby um den Landespokal.

Foto: Verein

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Ein erstes Adventswochenende voller Glücksmomente erlebten die Wasserballer des Erfurter SSC und des SV Sömmerda. Sie qualifierten sich für das Finale des Thüringer Landespokals, das am 15. Dezember in Sömmerda stattfindet.

Im ersten Halbfinale trafen am Samstagabend in der Erfurter Matthes-Schwimmhalle der SV Sömmerda und der VfL Gera aufeinander. Die Sömmerdaer, vielleicht etwas nervös ob des möglichen Endspiels in eigener Halle, begannen nervös. Allein Torjäger Martin Gehrmann war es zu verdanken, dass der SVS das erste Viertel mit 5:4 für sich entscheiden konnte. Auch der zweite Abschnitt war ein offener Schlagabtausch. Kurz vor der Halbzeit konnte sich Sömmerda zum ersten Mal leicht absetzen und führte zur Pause mit 10:8.

Das dritte Viertel, sonst oft die Schwäche des SVS, brachte abermals ein 5:4 für die Sömmerdaer zum 15:12-Zwischenstand. Dieser Vorsprung gab ihnen Sicherheit und Ruhe. Zudem trumpfte im Schlussabschnitt Jugendspieler Tom Steinecke mit fünf Treffern groß auf und Sömmerda machte mit 22:16 den Finaleinzug perfekt.

Der Erfurter SSC wollte gegen den Titelverteidiger SV Halle II nachziehen. Und auch die Erfurter sollten ein Torfeuerwerk abbrennen. Sie starteten furios: Kevin Kutzler markierte mit seinem persönlichen Tor des Jahres direkt in den Winkel den Auftakt zu einem 9:1-Lauf der Gastgeber. Nur ein einziges Mal musste Nachwuchstorhüter Marius Dargel bis zur Halbzeit (8:1) hinter sich greifen. Der ESSC spielte aus einer sicheren Defensive immer wieder Konter. Als der 15-jährige Lorenz Hauser das 14:4 markierte, war das Spiel entschieden. Das letzte Viertel verlief dann ausgeglichen (4:4).

Das sportlich wertvollste Resultat des vergangenen Wochenendes erzielte jedoch die U12 des ESSC. Das Team von Trainer Sven Fischer gewann beim Finalturnier der ostdeutschen Meisterschaft in Brandenburg Bronze. Nach einem 4:7 gegen den OSC Potsdam steigerten sich die Erfurter Talente und besiegten die HSH TH Leipzig mit 13:8. Damit war das Ziel Halbfinale erreicht. Gegen den späteren Meister SC Chemnitz verloren die Erfurter dort 6:15. Doch im Spiel um Platz drei überraschte sie alle und besiegten diesmal den OSC Potsdam mit 13:6. Auffälligster Akteur war Tristan Fischer, der im entscheidenden Spiel zehnmal traf.

Auch die U16 des ESSC hatte Grund zum Jubeln: Sie gewann vor den Duellen der Herren das Pokalfinale gegen den SV Halle mit 13:11. Marcell Gartai traf viermal. Damit gingen in diesem Herbst die Thüringer Pokale der U12, U14 und der U16 nach Erfurt. Am 7. Dezember kann die U18 in Eisenach nachziehen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren