Eisenachs Handballer werden wegen einem Corona-Fall in Aue ausgebremst

Eisenach.  Die Zweitliga-Handballer des ThSV Eisenach müssen nach dem 30:29-Sieg gegen Konstanz wegen einem Corona-Fall in Aue pausieren.

Martin Potisk, hier gegen Lübbecke, überzeugte gegen Konstanz.

Martin Potisk, hier gegen Lübbecke, überzeugte gegen Konstanz.

Foto: Sascha Fromm

Die Tabelle spiegelt bereits nach vier Runden ein verschobenes Bild wider. Aber gerade deswegen war Rene Witte so froh, dass seine Mannschaft mit dem glücklichen 30:29 gegen die HSG Konstanz den ersten Heimsieg gelandet hat. „Jeder Punkt ist wichtig, da man nicht genau weiß, wie lange vielleicht die Saison geht“, sagte der Manager der Eisenacher Zweitliga-Handballer, nachdem am Mittwoch wegen verschiedener Corona-Fälle vom Spieltag nur noch fünf Begegnungen übrig blieben.

Nun wird auch der ThSV ausgebremst. Beim EHV Aue, wo die Thüringer am kommenden Sonntag antreten sollten, waren zwei Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Spiel gegen Dresden wurde abgesagt. Aber die Auszeit der Sachsen geht weiter.

Nächstes Spiel erst am 31. Oktober

Inzwischen ist nämlich klar: Aue hat die Partie gegen Eisenach offiziell abgesetzt. Das Gesundheitsamt hat für die Mannschaft und den Trainerstab häusliche Quarantäne angeordnet. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest. Für den ThSV wird die Saison nun am Samstag, 31. Oktober, zu Hause gegen den TV Hüttenberg fortgesetzt.

Bevor die Absage die Freude dämpfte, bejubelten 666 Zuschauer den zweiten Saisonerfolg, den Alexander Saul mit seinem Siegtreffer in letzter Sekunde sicherstellte. Gestartet war Eisenach mit jeder Menge Fehlern im Spielaufbau. Die Leistung des Zweitligisten stabilisierte sich erst, als Trainer Markus Krauthoff-Murfuni seine Abwehr auf die 5:1-Formation umstellte und auch die beiden Torhüter Blaz Voncina und vor allem Thomas Eichberger einige Bälle zu fassen bekamen.

Potisk: „Mein bestes Spiel“

Zudem schwang sich Martin Potisk diesmal zum Aktivposten im Rückraum auf. Beim 26:25 (53.) hatte der siebenfache Torschütze erstmals überhaupt seine Mannschaft in Führung geworfen. „Das war mein bestes Spiel im Eisenacher Trikot“, sagte der 21-Jährige.

Dafür fehlte Daniel Dicker. Der österreichische Nationalspieler klagt über muskuläre Probleme. Krauthoff-Murfuni rechnet damit, dass der 25-Jährige ein bis zwei Wochen ausfällt. Nach der Absage des Aue-Spiels besteht leise Hoffnung, dass er möglicherweise gegen Hüttenberg wieder auflaufen kann.