Endlich wieder richtiger Sport?

Jakob Maschke macht Pause und hofft, dass der Sport bald wieder loslegen kann.

Jakob Maschke

Jakob Maschke

Foto: Fromm

Heute ist mein letzter Arbeitstag. Bis Ende September verabschiede ich mich in die Elternzeit. An sich kein schlechter Zeitpunkt, denn das aktuelle Sportgeschehen ruht weiterhin. Der Trainingsbetrieb läuft zwar so langsam wieder an, aber richtige Wettkämpfe, das Salz in unserer Sportreporter-Suppe, oder vielmehr unser tägliches Brot, sind vorerst nicht in Sicht.

Wobei die Sportberichterstattung, ohne, dass es „richtigen“ Sport gab, dennoch in den letzten Monaten eine spannende Herausforderung war. Man war nicht getrieben von Terminhatz, Statistiken abschreiben und mit Trainern über Spielverläufe telefonieren, gerade an den sonst damit vollgepackten Wochenenden war das angenehm. Stattdessen war Ideenreichtum gefragt. Man hatte mehr Zeit, sich Themen fernab der Jagd nach Bestzeiten und Medaillen zu widmen, einen Blick auf Vergangenes zu werfen, konnte Randsportarten und ungewöhnlichen Geschichten mehr Platz einräumen.

Dennoch hoffe ich, dass es endlich wieder richtigen Sport gibt, wenn ich zurück bin. Ohne den geht es auf Dauer für uns, vor allem aber für die vielen Vereine und ihre Mitglieder dann doch nicht. Ohne Wettkämpfe keine Trainingsmotivation, ohne die kein Vereinsleben.

Aber jetzt zählt für mich erstmal nur eins: meine kleine Selma.