Erfurter Eisschnellläufer Beckert gewinnt WM-Bronze

Der Erfurter Eisschnellläufer Patrick Beckert hat die dritte WM-Medaille seiner Karriere gewonnen. In Salt Lake City holte er Bronze über die 10.000 Meter.

Der Erfurter Patrick Beckert (re.) freut sich mit dem kanadischen Weltmeister Graeme Fish und dessen auf Rang zwei gelandeten Landsmann Ted-Jan Bloemen (li.) über die Bronzemedaille.

Der Erfurter Patrick Beckert (re.) freut sich mit dem kanadischen Weltmeister Graeme Fish und dessen auf Rang zwei gelandeten Landsmann Ted-Jan Bloemen (li.) über die Bronzemedaille.

Foto: Soenar Chamid / dpa

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Salt Lake City. Im besten Rennen seines Lebens durfte sich Patrick Beckert gleich doppelt freuen. Mit einem ganz starken Lauf verbesserte er in 12:47,93 Minuten zugleich seinen eigenen deutschen Rekord aus dem Jahr 2017 um fast fünf Sekunden. „Diese Medaille bedeutet mir sehr viel. Ich bin froh, dass mich der Verband zu 100 Prozent unterstützt hat. Da kann man sehen, was alles möglich ist“, sagte der 29-Jährige.

Der Thüringer musste sich nur zwei Kanadiern beugen. Graeme Fish stellte in 12:33,86 Minuten einen neuen Weltrekord auf, sein Landsmann, Olympiasieger Ted-Jan Bloemen, holte Silber (12:45,01).

Beckert hatte schon tags zuvor als Sechster über die 5000 Meter seine starke Form unter Beweis gestellt. Auf der langen Strecke musste er gleich im zweiten Paar auf das Eis und absolvierte seine Rundenzeiten wie geplant. 3000 Meter vor dem Ziel wurde er sogar wieder schneller, schaffte die letzten 400 Meter in 29,0 Sekunden und ging zunächst in Führung. Nun begann für ihn das große Zittern.

Aber zahlreiche Favoriten, wie der nur auf Rang acht gelandete Vizeweltmeister Patrick Roest aus den Niederlanden, mussten der langen Strecke ihren Tribut zollen. Auch dessen Landsmann, der Olympia-Zweite Jorrit Bergsma, reihte sich als Vierter 0,52 Sekunden hinter Beckert ein, nachdem er zuvor noch lange vorn gelegen hatte.

„Patrick hat für das deutsche Team eine Riesenleistung erbracht. Wir sind stolz auf das, was ihm hier gelungen ist“, sagte Matthias Kulik, der Sportdirektor der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG). Für den Verband war die Bronzemedaille der erste WM-Podestplatz seit 2017.

Als Pechvogel erlebte indes Sprinter Hendrik Dombek die WM. Der Münchner, der seit 2016 in Erfurt trainiert und aufgrund der Erkältung von Joel Dufter (Inzell) aufgerückt war, stürzte auf der 500-m-Strecke und wurde disqualifiziert. Der Chemnitzer Nico Ihle landete in 34,656 Sekunden auf Platz 18.

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