Erfurter Eisschnellläufer Beckert wehrt sich gegen Doping-Generalverdacht

Erfurt  Erfurts Eisschnellläufer Patrick Beckert hat sich nach einem Bericht der ARD-„Sportschau“ über einen Dopingverdacht dagegen gewehrt, die Sportart unter Generalverdacht zu stellen.

Patrick Beckert bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang 2018.

Patrick Beckert bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang 2018.

Foto: Sascha Fromm

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Die Doping-Affäre um den Erfurter Arzt Mark Schmidt erreicht eine neue Dimension. Nach Recherchen der ARD-Dopingredaktion steht jetzt ein erster deutscher Sportler unter Verdacht – ein Eisschnellläufer , der als Mitglied der Nationalmannschaft auch bei Olympischen Winterspielen gestartet war.

„Die sollten den Namen jetzt nennen“, sagte der Erfurter Eisschnellläufer Patrick Beckert gegenüber dpa zu den gesammelten aber noch geheim gehaltenen Ermittlungsergebnissen. Die Frage sei auch, ob der Verdacht einen Sportler aus den vergangenen Jahren betreffe. Sollte sich der Verdacht allerdings bestätigen, wäre dies schrecklich und sehr traurig für den Sport.

Beckert befürwortete die laufenden Ermittlungen gegen ein mutmaßliches Doping-Netzwerk, in dessen Mittelpunkt der Sportmediziner Mark S. aus Erfurt stehen soll. „Aber keine Sorge, ich habe damit nichts zu tun“, schrieb der Langstrecken-Spezialist bei Facebook. Er selbst habe den Namen des als Hauptbeschuldigter geltenden Arztes nicht gekannt, betonte Beckert im Gespräch.

Nach Angaben der zuständigen Schwerpunktstaatsanwaltschaft in München wurden nach den Razzien bei der Nordischen Ski-WM und in Erfurt bisher 21 Sportler aus acht europäischen Ländern ermittelt, die mutmaßlich Eigenblutdoping betrieben haben sollen.

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