Erfurter Sportvereine verlieren 2604 Mitglieder

Erfurt  Stadtsportbund vermeldet für das Jahr 2020 einen Rückgang von 7,8 Prozent und sieht alarmierende Tendenzen.

Leere Sporthallen allenthalben: Auch in den Erfurter Sportanlagen, hier die Halle des Coubertin-Gymnasiums, wird seit Monaten kein Vereinssport betrieben.

Leere Sporthallen allenthalben: Auch in den Erfurter Sportanlagen, hier die Halle des Coubertin-Gymnasiums, wird seit Monaten kein Vereinssport betrieben.

Foto: Jakob Maschke

Die Folgen der Corona-Pandemie haben auch auf die Mitgliederentwicklung der Erfurter Sportvereine gravierenden Einfluss genommen. „Konnten wir in den letzten Jahren noch einen kontinuierlichen Mitgliederzuwachs verzeichnen, so steht für das Jahr 2020 ein Verlust von 2604 Mitgliedern, also 7,8 Prozent, zu Buche“, sagte Birgit Pelke, Vorsitzende des Stadtsportbundes Erfurt. Alarmierend ist dabei vor allem der Rückgang bei den Kindern und Jugendlichen, wo die Abgänge nicht durch Zugänge, aus den bekannten Gründen, kompensiert werden konnten. Auch bei den älteren Sportlern kam es zu einem Rückgang, da nicht nur die sportlichen Aktivitäten eingeschränkt sind, sondern auch der soziale Aspekt einen Abbruch erfahren hat.

Birgit Pelke bedankt sich ausdrücklich bei den Erfurter Vereinen und deren ehrenamtlich Tätigen für alle möglichen Aktivitäten, wie Online-Training, um den Kontakt zu ihren Mitgliedern aufrecht zu erhalten: „Die Vereine haben die Umsetzung von umfangreichen und kostenintensiven Corona-Schutzmaßnahmen und Hygieneschutzbestimmungen gewährleistet. Alle warten nur noch auf den Startschuss!“