Erfurter Volleyballerinnen zeigen beim 1:3 in Aachen Kämpferherz

Aachen.  Bundesligist Schwarz-Weiß lässt sich vom 0:2-Satzrückstand gegen Aachen nicht unterkriegen und ist einem Punkt nahe, muss aber ohne Zählbares die Heimreise antreten.

Sindy Lenz (hier im Angriff gegen Straubings Ragni Steen Knudsen und Tionna Williams) konnte in Aachen einige gute Punkte.

Sindy Lenz (hier im Angriff gegen Straubings Ragni Steen Knudsen und Tionna Williams) konnte in Aachen einige gute Punkte.

Foto: Sascha Fromm

Für die Bundesliga-Volleyballerinnen von Schwarz-Weiß Erfurt gab es im zweiten Auswärtsspiel auf dem Papier wenig zu holen. Nach knapp zwei Stunden unterlagen sie den Ladies in Black Aachen 1:3 (-12, -19, 19, -20), verkauften sich bei ihrer zweiten Saison-Niederlage aber teuer. Nicht viel und sie hätten in einem spannenden Treffen nach einem 0:2-Rückstand noch einen Zähler erkämpft.

Erfurts Victoria Michel Tosi und Aachens Angreiferin Eline Timmerman wurden zu den wertvollsten Spielerinnen gekürt.

Suhl blieb am Abend ebenfalls nur der Gewinn eines Satzes. Die Südthüringerinnen unterlagen dem Dresdner SC 1:3 (-16, -21, 23, 17).

Nach seinem Punktgewinn beim 2:3 gegen Potsdam begann Aachen druckvoll und beherrschte den Auftaktsatz gegen die Schwarz-Weißen in allen Bereichen. Der deutlich gewonnene Durchgang (25:12) spiegelte jedoch nicht die Leistung der Erfurterinnen wider. Angeführt von einer stark verteidigenden Libera Michelle Petter schienen sie in vielen Szenen auf Augenhöhe.

Ein ausgeglichener zweiter Abschnitt belegte das nun nach Punkten. Doch vermochte das Team von Dirk Sauermann nicht, die stabil gute Annahme der Aachenerinnen entscheidend unter Druck zu setzen, um nach anfänglicher Führung Unsicherheiten und Fehler zu provozieren. Ein Wechsel auf Zuspiel von Meghan Barthel für Madelyn Cole brachte nur kurzzeitig Erfolg. Immer wieder punkteten Jana Franziska Poll oder Kristina Kicka für die Einheimischen, die nach dem zweiten nach Hause gebrachten Satz (25:19) aber von ihrer Linie abkamen.

Erfurt nutzte Aachens Nachlassen eiskalt

Erfurt war hellwach, nutzte das Nachlassen eiskalt, zeigte, dass es nach Aachen gereist war, um etwas mitnehmen zu wollen. Sindy Lenz und Madeline Palmer setzten mit ihren Angriffen von Beginn an, beeindruckten die Ladies in Black, ehe Sarah Kovac per Dreierpack von außen und mit zwei starken Aufgaben zum 24:19 für den ersten Erfurter Satzball sorgte. Palmer verwandelte den.

Mental im Aufwind, legte Schwarz-Weiß nach und lag im vierten Satz wieder 3:0 vorn. Zu seiner anfänglichen Entschlossenheit fand jedoch auch das Gastgeber-Team zurück. Hin und her wogte das Geschehen. Mit Kickas Block und ihrem Kracher von außen ging Aachen 12:11 und 13:12 wieder erstmals in Führung. Erfurt aber kämpfte, gab keinen Ball verloren und hatte die Finger nah am ersten Punkt der Saison. Aber nur nah dran. Aachens MVP Eline Timmerman ergriff am Ende die Initiative, machte mit ihrem perfekten Ass und konsequentem Abschluss hinterher zwei wichtige Zähler zum Matchball. Humorlos verwandelte Kicka diesen zum 25:20 und 3:1 nach Sätzen.

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