FC Eisenach blamiert sich beim eigenen Hallenturnier

Eisenach. Beim 16. Penta-Cup wurde der Fußball-Oberligist Vorletzter und konnte nur gegen Kreisligisten gewinnen.

Der Kreisoberligist FSV Waltershausen gewinnt den 16. Penta-Cup der Männer und nimmt den Pokal mit nach Hause. Foto: Marko Deicke

Der Kreisoberligist FSV Waltershausen gewinnt den 16. Penta-Cup der Männer und nimmt den Pokal mit nach Hause. Foto: Marko Deicke

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Mit nur einem Sieg aus fünf Spielen blamierte sich gestern der haushohe Favorit FC Eisenach beim eigenen Fußball-Hallenturnier um den 16. Penta-Cup. Sieger wurde der FSV Waltershausen vor dem FC Eisenach II und dem Titelverteidiger FSV Preußen Bad Langensalza.

Nur gut, dass der Veranstalter in der Eisenacher Werner-Aßmann-Halle kein Eintrittsgeld verlangte. Ansonsten hätten die wenigen Eisenacher Zuschauer wohl aufgrund der dürftigen Leistung ihr Geld zurück verlangen können. "Da das Teilnehmerfeld nicht so attraktiv war wie im Vorjahr, haben wir auf Eintrittsgeld verzichtet", erklärte Jürgen Hinkel, 2. Vorsitzender beim FC Eisenach. Dafür hatten die Fans der Gäste-Mannschaften umso mehr ihren Spaß.

Eisenacher Reserve wird überraschend Zweiter

Schon im Auftaktspiel brachte es der Eisenacher Oberligist gegen die eigene Zweite nicht fertig, einen 3:1-Vorsprung auch in einen Sieg umzuwandeln und spielte nur 3:3-Unentschieden. In der zweiten Partie kam es dann für die Eisenacher richtig knüppeldick. Gegen den Kreisoberligisten FSV Waltershausen verlor der drei Klassen höhere FC mit 0:5 (!). Trainer Daniel Reich, der die Partien meist nur von der Tribüne aus verfolgte, sah die Ergebnisse nur zweitrangig. "Hauptsache keine Verletzten", meinte er. Schließlich sind ein Großteil der Eisenacher, die auf dem Parkett standen, auch Stammspieler im Oberligateam.

Nachdem es beim 1:1 gegen Bad Langensalza wieder nicht zu einen Sieg reichte, war bereits nach dem dritten Spiel klar, mit der Titelvergabe hat die FC-Erste nichts zu tun. Immerhin sprang dann gegen den Kreisligisten BSC Apolda das einzige Erfolgserlebnis heraus. Dafür mussten aber Kevin Reinemann, David Leischner, Philipp Baumbach und Daniel Trübenbach einen 1:2-Rückstand in ein 5:2 drehen. Die Apoldaer, die mit Hans Scholz den besten Torhüter stellten, verloren alle fünf Spiele und erzielten ihre einzigen zwei Turniertreffer ausgerechnet nur gegen Eisenach I.

Als dann im letzten Eisenacher Spiel Kreisoberligist SG Ifta/Scherbda durch Tore von Björn Wallstein und Damian Wallstein auch noch gegen Eisenach I gewann (FCE-Tor: Leischner) war die Blamage beim eigenen Hallenturnier perfekt. Frust und Unsportlichkeiten bei einigen Eisenachern Spielern zeigten zwar Siegeswillen, aber auch eine überhebliche Art und Weise auf dem Parkett.

Ruppig wurde es dann im eigentlich gedachten Finale, dem drittletzten Spiel zwischen den bis dato ungeschlagenen Mannschaften aus Waltershausen und Bad Langensalza. Die eingespielten Preußen, am Vortag beim Heiligenstädter Leitec-Cup siegreich, nutzten eine doppelte Überzahl nach zwei Waltershäuser Zwei-Minutenstrafen zum 1:0-Sieg (Tor: Max Domeinski).

In der letzten Partie entschied jedoch die Zweite vom FC Eisenach den Turnierausgang. Landesklässler Bad Langensalza musste gewinnen, traf jedoch nicht in das Tor von Dominik Werner. Die Eisenacher spielten hingegen clever und nutzten zwei Chancen durch den späteren Torschützenkönig Philipp Seeland zum 2:0-Sieg und schoben sich noch auf den Vize-Rang. "Die Jungs trafen sich zuletzt immer zweimal die Woche in der Halle und spielten trotz trainingsfreier Zeit", erklärte Stephan Koch, Trainer vom FC Eisenach II, die überraschend gute Platzierung.

Jubel bei den Waltershäusern, die den großen Säulenpokal von Bad Langensalza übernahmen und diesen mindestens ein Jahr in die Vitrine stellen können. Zudem gab es noch eine Siegprämie von 110 Euro.

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