FC Eisenach hofft auf vierstellige Kulisse

Eisenach. Die Fußballmannschaft empfängt am Samstag, 13.30 Uhr, im Wartburgstadion den 1. FC Lokomotive Leipzig. Drei Spieler fehlen gesperrt

Auf die Erfahrung von Toni Jurascheck (rechts) zählt morgen Trainer Daniel Reich, der ohne drei Stammspieler auskommen muss. Foto: Marko Deicke

Auf die Erfahrung von Toni Jurascheck (rechts) zählt morgen Trainer Daniel Reich, der ohne drei Stammspieler auskommen muss. Foto: Marko Deicke

Foto: zgt

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Für Eisenachs Fußball-Trainer Daniel Reich ist es ein normales Spiel. "Bei mir steigt die Anspannung nicht", meint er vor dem letzten Oberliga-Heimspiel des Jahres gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig (Samstag, 13.30 Uhr). Für die Eisenacher Fans ist es das Spiel des Jahres, wenn der Traditionsverein nach 44 Jahren im Wartburgstadion erneut seine Visitenkarte abgibt. "Ich hoffe, es wird eine vierstellige Zuschauerzahl", meint der Trainer. Aus Sachsen werden bis zu 500 Fans erwartet. "Es wäre schön, wenn wir dann auch zahlenmäßig in Überzahl sind", so Reich weiter.

In Überzahl war seine Mannschaft beim letzten Spiel in Sandersdorf (2:6) nicht. Martin Fiß sah eine frühe Rote Karte, Andy von Roda holte sich Gelb-Rot ab. Zwei Feldverweise, die, wie Reich meint, von Schiedsrichter Toni Wirth (Zwickau) zu Unrecht ausgesprochen worden sind. Den morgigen Unparteiischen, Sirko Müke, kennt der 38-Jährige nicht. Müke, gerade mal 24 Jahre jung, kommt aus Schönebeck (Sachsen-Anhalt) und stieg nach sechsjähriger Schiedsrichtererfahrung letzte Saison in die Verbandsliga auf. Für ihn wird es das fünfte Oberligaspiel werden.

Weit mehr Erfahrung bringen morgen die Gäste mit. Allen voran Trainer Heiko Scholz, der knapp sieben Jahre lang als Co-Trainer beim MSV Duisburg arbeitete und bei Lok seit Oktober letzten Jahres das Sagen hat. Trotz Regionalliga-Abstieg blieb das Gros der Mannschaft dem Verein treu. Vor der Saison wurde Lok als haushoher Staffelfavorit gehandelt, doch bisher enttäuschten die Sachsen, die mit 13:11 Toren zwar die zweitbeste Abwehr der Liga stellen, aber auch den zweitschlechtesten Angriff.

Großer Staffelfavorit schwächelt gewaltig

Zuletzt verlor der vierfache FDGB-Pokalsieger nach einer ganz schwachen Leistung sein Heimspiel gegen den VfL Halle 96 mit 0:1. Nach bereits neun Heimpartien und erst drei Auswärtsspielen rangieren die Blau-Gelben gerade mal auf Tabellenrang sechs.

"Leipzig macht aus seinen Möglichkeiten nicht das Optimum", weiß auch Reich, der die Gäste als "kompakt stehende und taktisch klug" spielende Mannschaft sieht. Seine Erkenntnisse zog er nach Videoanalysen und warnt: "Für ein Tor sind sie immer gut."

Einen Gegentreffer soll morgen wieder Keeper René Geuß verhindern, der trotz der sechs Gegentore in Sandersdorf den Vorzug gegenüber Sven Kallenbach erhält. Neben den beiden rot-gesperrten Spielern fehlt zudem auch Felix Müller, der sich in Sandersdorf die fünfte Gelbe einholte. Ihn wird wohl der wiedergenesene David Leischner ersetzen.

Die Eisenacher sind jedenfalls gut gerüstet. Während Reich die Vorbereitung seiner Mannschaft lobt ("Wir haben sehr gut und konzentriert trainiert"), hat sich auch der Verein auf das Spiel eingestellt und einen zweiten Eingang bei der Werner-Aßmann-Halle für die Gäste geschaffen. Zudem informierte der Verein, dass es einen Topspiel- und Sicherheitszuschlag für diese Partie nicht geben wird.

! Fußball-Oberliga, Samstag 13.30 Uhr: FC Eisenach - Lok Leipzig, Eintritt: 6 Euro (4 Euro erm., bis 14 Jahre frei).

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren