Verletzungssorgen beim FC Carl Zeiss Jena gehen weiter

Jena.  Der Thüringer Fußball-Drittligist gewinnt die Generalprobe gegen Lok Leipzig mit 2:1. Kapitän Volkmer und Testspieler Bergsma müssen verletzt raus.

Testspieler Leon Bergsma verletzte sich im Test gegen Lok Leipzig und musste zur Halbzeit raus.

Testspieler Leon Bergsma verletzte sich im Test gegen Lok Leipzig und musste zur Halbzeit raus.

Foto: Tino Zippel

Wolfgang Wolf ist die Ruhe selbst. „Wir probieren heute etwas aus“, erzählt der Coach von Regionalligist Lok Leipzig nur Minuten, ehe das Testspiel am Samstagnachmittag gegen Drittligist FC Carl Zeiss Jena angepfiffen wird. Der 62-jährige ehemalige Bundesligaprofi und -trainer ist entspannt. Wichtiger als der Test, bei dem sich „bloß keiner verletzen soll“, erscheint ihm sowieso die Frage, wie es beim FC Rot-Weiß Erfurt weitergeht. Stellt der Jenaer Rivale den Spielbetrieb ein, verliert Lok wichtige Punkte, die möglicherweise am Ende zum angestrebten Aufstieg fehlen.

Beim FC Carl Zeiss ist das Dargebotene auf dem Platz derweil in einem anderen Fokus. Immerhin ist das Vorbereitungsspiel gegen die Leipziger die Generalprobe des Tabellenletzten vor dem Ligaauftakt im neuen Jahr am Sonnabend gegen den Vorletzten aus Münster. Mit der ersten Halbzeit konnte Trainer Rico Schmitt nicht zufrieden sein. Einerseits war die Lok’sche die bessere Mannschaft, ging durch Stephane Mvibudulu nach acht Minuten in Führung.

Andererseits gab es beim robusten Vergleich zwei verletzte Spieler: Kapitän Dominic Volkmer und Testspieler Leon Bergsma. Volkmer griff sich mit schmerverzehrtem Gesicht an die Brust, musste nach 28. Minuten wegen Unwohlsein und Herzrasen raus, wurde sogar ins Krankenhaus gebracht. Abends gab er Entwarnung. Innenverteidiger Bergsma humpelte nach dem Pausenpfiff gen Kabine. Bis dahin hatte der 22-jährige Niederländer vom AZ Alkmar seine Sache sehr gut gemacht, wie auch Trainer Schmitt eingestand. Intern wolle man jetzt entscheiden, wie es für Bergsma weitergeht: „Ob er der Spieler ist, der uns weiterhilft.“ Generell haben die Thüringer noch bis 31. Januar für Transfers Zeit.

In der zweiten Halbzeit betrieben die Jenaer Spieler, Schmitt wechselte kräftig durch, dann aber Werbung in eigener Sache. Daniele Gabriele (68. Minute) und Kilian Pagliuca (81.) drehten die Partie.

Wolf kann mit der Niederlage leben. Und einen Rat hatte der Trainerfuchs für die Jenaer auch noch: „Gegen Münster sollten sie gewinnen, sonst wird es ganz schwer.“

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