Halbzeit in der Kreisliga: SG Ranis/Krölpa

Ranis.  Lange hielt die SG Ranis/Krölpa Kurs auf den direkten Wiederaufstieg. Zuletzt trübte sich die Bilanz jedoch spürbar ein.

Martin Querengässer gibt seinem Team für die Hinrunde die Schulnote Drei minus.

Martin Querengässer gibt seinem Team für die Hinrunde die Schulnote Drei minus.

Foto: Uwe Friedel

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Es war schon eine kleine Ära, die im Sommer ihr Ende fand. Mit dem SV Moßbach als Auf- und der SG Ranis/Krölpa als Absteiger verabschiedeten sich zwei der drei verbliebenen Gründungsmitglieder der hiesigen Kreisoberliga, die 2010 unter dem Namen Regionalklasse die Epoche der Bezirksligen beendete. Angesichts einer so langen Zeit, sollte die Zielstellung der Burgstädter eigentlich klar sein: sofortiger Wiederaufstieg.

Doch das Spucken großer Töne ist dem Kreisliga-Neuling fremd. „Ein Abstieg ist immer ein Schnitt und danach muss man sich erst einmal neu sortieren. Welche Ambitionen hat der Verein? Was will der Trainer? Was sagt die Mannschaft?“, formuliert SG-Trainer Martin Querengässer die Fragen nach der Richtungssuche. Letztlich blieb das Team weitgehend zusammen, so dass klar war, dass man zwangsläufig zu den Staffelfavoriten zählen würde.

Aufstieg ist nicht planbar

„Wir konnten und durften ambitioniert in die Saison gehen und wollen unter die ersten Drei kommen. Für einen Aufstieg spielen aber einfach zu viele Faktoren eine Rolle, als dass er planbar wäre“, fasst Querengässer die Überlegungen zusammen. Lange war seine Elf auf Kurs ehe eben genau das eintrat, was vorab nicht einkalkuliert war: das Fehlen eines Leistungsträgers.

Marc Lindig verletzte sich beim 5:2-Erfolg über Oppurg schwer und danach wurden drei der verbliebenen vier Hinrundenpartien verloren – allesamt zuhause. „Es ist ein Ausfall, der für uns nicht zu kompensieren ist. Seine Schnelligkeit fehlt uns massiv“, meint Martin Querengässer und ergänzt, dass es der klare Anspruch sein müsse, die Heimspiele zu gewinnen.

Niederlage im Gipfeltreffen

Bis dato gab Ranis/Krölpa nur beim direkten Aufeinandertreffen der wohl stärksten Teams Punkte ab. „Ich finde, wir waren beim FSV Orlatal die bessere Mannschaft, kriegen aber zum Schluss noch zwei Gegentore. Ansonsten waren die Ergebnisse in Ordnung und auch die Art und Weise, wie wir sie erzielt haben, war in Ordnung“, schildert der 31-jährige SG-Trainer.

Was sein Team aber mit in die Winterpause nimmt, ist der letzte Eindruck und der könnte besser sein. „Bis weit in den November hätte ich für die Hinrunde die Schulnote Zwei vergeben. Am Ende ist es eine Drei minus.“ Dennoch habe die SG Ranis/Krölpa alles in der eigenen Hand.

Schlendrian als härtester Rivale

„Es liegt an uns. Wenn du die Leistung bringst und die Einstellung passt, wirst du die Spiele in dieser Liga zu 99 Prozent nicht verlieren“, so Querengässer, dessen härtester Rivale der Schlendrian ist. „Dann liegst du zuhause eben auch mal 0:4 gegen Gräfenwarth hinten.“

Doch egal ob mit oder ohne Schlendrian: Klappen muss es bis auf Weiteres ohne Marc Lindig. „Stand jetzt wird er wohl erst im Laufe des Frühjahrs einsteigen und dann muss er erst einmal wieder auf das Niveau kommen“, informiert sein Trainer, der mit unverändertem Kader in die Rückrunde geht.

Das fehlende Puzzle-Teil

Abschließend noch eine kleine Information für diejenigen, die sich schon seit dem zweiten Satz nicht mehr auf die Lektüre konzentrieren können: Das dritte und damit letzte verbliebene Gründungsmitglied der Kreisoberliga ist der FV Rodatal Zöllnitz – aktuell in akuter Abstiegsgefahr.

Am Freitag geht es weiter mit dem SV Moßbach II

Weitere Teile der Serie:

FC Chemie Triptis: Triptis tüftelt an der Mannschaft der Zukunft

FSV 1999 Remptendorf: Abstiegskampf trotz bester Hinrunde der Vereinsgeschichte

FSV Hirschberg: Aufsteiger zahlt reichlich Lehrgeld

VfB 09 Pößneck II: Ergebnisse sind nicht entscheidend

FSV Schleiz II: Zu viel Rotation

FSV Orlatal: Eine ordentliche und gut erzogene Mannschaft

SG SV Grün-Weiß Tanna: Neuer Besen hat keine Eile

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