Trainer vom FC Eisenach wittert eine Verschwörung nach 2:6-Niederlage

Eisenach. Auch zwei Tage nach der 2:6-Niederlage bei Union Sandersdorf ist Daniel Reich, Trainer vom Fußball-Oberligisten FC Eisenach, sauer.

"Wir sind verarscht worden, ohne das Sandersdorf eine Schuld trifft. Wenn nicht dieser Schiedsrichter pfeift, geht das Spiel auch nicht verloren", ist sich FCE-Trainer Reich sicher. Archiv-Foto: Mike El Antaki

"Wir sind verarscht worden, ohne das Sandersdorf eine Schuld trifft. Wenn nicht dieser Schiedsrichter pfeift, geht das Spiel auch nicht verloren", ist sich FCE-Trainer Reich sicher. Archiv-Foto: Mike El Antaki

Foto: zgt

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Seinen Spielern gibt er für die Niederlage am Freitagabend weniger die Schuld, sondern Schiedsrichter Toni Wirth aus Zwickau sowie den beiden Leipziger Assistenten Daniel Kresin und Benjamin Bartsch. "Wir sind verarscht worden, ohne das Sandersdorf eine Schuld trifft. Wenn nicht dieser Schiedsrichter pfeift, geht das Spiel auch nicht verloren."

In Sandersdorf musste Martin Fiß bereits nach sieben Minuten mit Rot vom Platz. Er soll einen Schuss kurz vor dem Tor mit der Hand abgewehrt haben. "Der Ballabdruck war auf seiner Brust noch zu sehen", so Reich und widerspricht der Meinung des Schiedsrichters klar. Danach waren die Eisenacher selbst in Unterzahl überlegen, fingen sich aber wie Reich beschreibt, "zwei klare Abseitstore" ein. "Dann sah Felix Müller seine fünfte Gelbe, obwohl er gefoult wurde", erzählt der 38-Jährige weiter. Auch die Gelb-Rote gegen Andy von Roda soll nicht korrekt gewesen sein. "Die zweite Gelbe wegen Meckern war okay. Aber bei der ersten Gelben war er gar nicht beteiligt", beschreibt Reich die Szene.

Die Ampelkarte gegen von Roda gab dann den Zuschauern sogar noch den Anlass, die Eisenacher Ersatzbank mit Bier und Glühwein zu bewerfen. "Wie uns die Sandersdörfer erzählten, sollen sich wohl Lok-Fans darunter gemischt haben und auf solch einen Anlass gewartet haben." Es kam zu leichten Tumulten, die aber auch schnell wieder verflogen waren. Denn Reich fühlte sich durch die Schiedsrichter "veralbert" und glaubt an eine Verschwörung, weil immer wieder Leipziger Schiedsrichter an Eisenacher Spielen beteiligt sind. Kresin, am Freitag nur Assistent, leitete diese Saison bereits zwei Eisenacher Spiele (0:3 bei Halle 96, 2:1 in Bernburg), während Lars Albert, Schiedsrichter von RB Leipzig, die Partie gegen Erfurt II (3:1) pfiff - mit zwei Eisenacher Platzverweisen in der ersten Halbzeit.

Kommenden Samstag dürfte dann aber wohl kein Leipziger Schiedsrichter die Eisenacher Partie leiten, denn dann empfängt der FCE um 13.30 Uhr den 1. FC Lok Leipzig, jedoch ohne drei gesperrte Leistungsträgern.

Zur Tabelle

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren