FC Rot-Weiß Erfurt will die Berliner Torfabrik abschalten

Erfurt.  Rot-Weiß-Torhüter Theißen ist vor dem Duell bei den treffsicheren Hertha-Bubis die Statistik egal.

Trotz Schnittwunde an der rechten Hand wird Jannick Theißen am Freitag im Auswärtsspiel beim Tabellenvierten Hertha BSC II für die Erfurter zwischen den Pfosten stehen.

Trotz Schnittwunde an der rechten Hand wird Jannick Theißen am Freitag im Auswärtsspiel beim Tabellenvierten Hertha BSC II für die Erfurter zwischen den Pfosten stehen.

Foto: Sascha Fromm

Jannick Theißen hat sich verletzt, beim Einkaufen. Die winzige Schnittwunde an der rechten Hand aber wird den Torhüter des FC Rot-Weiß Erfurt nicht davon abhalten, am Freitag im Auswärtsspiel beim Tabellenvierten Hertha BSC II zwischen den Pfosten zu stehen.

Vor allem jetzt, da das 1:1 gegen Spitzenreiter Altglienicke den Weg aus der sportlichen Talsohle ebnen soll, will er auf keinen Fall fehlen. „Ich habe einen Ruck durch die Mannschaft gespürt. Das Spiel gegen den Tabellenführer hat allen gezeigt, dass wir doch noch punkten können“, sagte der 21 Jahre alte Schlussmann, der möglicherweise jedoch auf dem Nebenplatz des Olympiastadions einen turbulenten Abend erleben könnte. Aber selbst die Bilanz der Hertha-Bubis mit 47 Toren in 15 Spielen – und damit rein rechnerisch einer Quote von 2,9 Treffern pro Begegnung – können Theißen nicht schocken: „Das ist doch nur Statistik, die ist nicht ganz so wichtig. Wir wissen, dass wir gut verteidigen können.“ Auch vom Schatten eines Jürgen Klinsmann will sich Erfurt erst gar nicht beeindrucken lassen. Nachdem der einstige Bundestrainer bei den Hertha-Profis als neuer Chef vorgestellt wurde, könnten vielleicht in der Reserve-Elf einige Spieler ihre große Chance wittern und zusätzlich Druck machen – gegen Erfurt. „Wir wissen, dass Herthas Reserve eine spielstarke Mannschaft ist. Wir dürfen uns nur nicht den Schneid abkaufen lassen“, sagt Theißen.

Nach dem vielversprechenden Beginn mit dem Punkt gegen Altglienicke wird Trainer Robin Krüger trotzdem wohl bei der Aufstellung rotieren, nachdem Kapitän Lukas Novy seine Gelb-Sperre abgesessen hat und Sinisa Veselinovic und Morten Rüdiger (Muskelprobleme) wieder trainiert haben.

Jannick Theißen indes schenkt dem kleinen Malheur beim Einkaufen keine Beachtung. Zu sehr ist er fokussiert darauf, nun auch auswärts zu punkten: „Ich glaube fest daran, dass uns das gelingen kann.“

Hertha BSC II – FC Rot-Weiß Erfurt, Freitag, 18 Uhr

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