Verfahren gegen FC Rot-Weiß-Insolvenzverwalter eingestellt

Erfurt.  Eine weiteres Schlagloch im Insolvenzverfahren des FC Rot-Weiß Erfurt ist repariert. Die Anschuldigungen gegen Insolvenzverwalter Reinhardt erwiesen sich als haltlos.

Insolvenzverwalter Volker Reinhardt (Archivfoto).

Insolvenzverwalter Volker Reinhardt (Archivfoto).

Foto: Sascha Fromm

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Die Staatsanwaltschaft Erfurt hat das Ermittlungsverfahren gegen den Insolvenzverwalter des FC Rot-Weiß Erfurt, Rechtsanwalt Volker Reinhardt, eingestellt. "Davon sind wir von Anfang an ausgegangen", betonte Reinhardt in einer Mitteilung seiner Kanzlei. "Die Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage. Die Einstellung des Verfahrens beweist, dass mein Handeln korrekt war", fügte der Insolvenzverwalter an.

Die Erstatter der Anzeige hatten behauptet, der Insolvenzverwalter habe von den Investoren eingezahlte Gelder zweckentfremdet. Die Gelder wurden jedoch exakt gemäß den vertraglichen Vereinbarungen zwischen Investoren und Insolvenzverwalter verwendet: Sie dienten sowohl dazu, die Fortführung des Spielbetriebs abzusichern, als auch die ab Jahresbeginn 2019 entstandenen Verbindlichkeiten des RWE abzutragen.

Schon im Januar hatte Reinhardt die Behauptung des damaligen Hauptinvestors gegenüber dem Insolvenzgericht entkräften können. Dieses hatte ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dem Investor die Verwendung seiner Zahlungen auch zum Ausgleich von Verbindlichkeiten aus den vertraglichen Vereinbarungen bekannt war.

Reinhardt will sich in Kürze mit den Vereinsvertretern um den neuen Aufsichtsratschef Reike Meyer - ebenfalls Anwalt - treffen. Dabei geht es um die Herauslösung der sportlichen Geschäftsteile (1. Mannschaft, Nachwuchszentrum) und der Geschäftsstelle aus dem laufenden Insolvenzverfahren.

Der FC Rot-Weiß strebt an, diese Bereiche künftig in Eigenverwaltung zu betreiben und den Spielbetrieb wieder aufleben zu lassen. Zudem stehe wohl ein neuer Investor bereit. "Wir sind natürlich hocherfreut über diese positive Nachricht, und dass es sich um konstruktive Gespräche zwischen dem Verwalter und dem Investor handeln soll", sagte Meyer dieser Zeitung. "Laut Herrn Reinhardt besteht die große Chance, den Club nachhaltig wirtschaftlich zu sichern."

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