So groß ist die Finanzlücke beim FC Rot-Weiß Erfurt wirklich

Um den weiteren Spielbetrieb in der Regionalliga abzusichern und alle Verbindlichkeiten zu begleichen fehlt dem FC Rot-Weiß Erfurt eine siebenstellige Summe.

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Foto: Sascha Fromm

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Erfurt. Raab, Heidrich, Döschner, Halata, Heun, Benkert, Busse, Kräuter, Weißhaupt, Hebestreit, Engelhardt, Fritz – es war ein Wiedersehen ehemaliger Fußball-Größen bei der Premiere des 1. Erfurter Oldieturniers. Und es fand in der Freunde-Auswahl des Ex-Nationalspielers einen souveränen Sieger. „Viel wichtiger ist, dass wir benachteiligten Kindern damit ein Stück weit helfen können“, sagte Fritz und freute sich über den Erlös von 3500 Euro für seine Stiftung. Das Geld soll „ISA Kompass“ in Erfurt-Marbach zur Verfügung gestellt werden, die benachteiligte Kinder und Jugendliche in Wohngruppen betreut.

Trotz der Freude darüber trübte die aktuelle Entwicklung des FC Rot-Weiß Erfurt die Stimmung bei allen Beteiligten. Die Anzeige der Masseunzulänglichkeit des Verwalters legte offen: der Verein ist in der Insolvenz insolvent. Angeblich fehlen 1,4 Millionen Euro, um den weiteren Spielbetrieb in der Regionalliga abzusichern und alle Verbindlichkeiten zu begleichen.

In dieser Woche muss zumindest ein Teil dieser Summe aufgebracht werden, um den Wiederauftakt gegen Energie Cottbus am 1. Februar vorbereiten zu können. Gelingt dies nicht, wird Rot-Weiß Erfurt in der aktuellen Regionalliga-Saison nicht mehr antreten und wäre damit auch erster Absteiger. Die Verträge mit den aktuellen Profis müssten gekündigt und ein Neuanfang mit eigenen Talenten in der Oberliga vorbereitet werden. Das Insolvenzverfahren des Vereins würde unabhängig von der Spielklasse fortgeführt.

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