Gebrauchter Tag für Apfelstädt

Wutha-Farnroda  Kreisoberliga: 0:4 bei der SG Ruhla

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Einen Nachmittag zum Vergessen erlebten die Kreisoberliga-Fußballer des SV Eintracht Apfelstädt bei ihrem Gastspiel in Wutha-Farnroda vor 100 Zuschauern. Vorn klarste Chancen nicht genutzt, hinten ein ums andere Mal ausgekontert – Gründe für die Pleite beim bisherigen Kellerkind waren schnell gefunden.

„Wir haben in den ersten 20 Minuten super gespielt, Ruhla hat sich nur hinten reingestellt. Aber die dicken Möglichkeiten muss man halt auch mal nutzen“, ärgerte sich der mitgefahrene Thomas Koch, Vater von Spieler Alexander, über die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Gehäuse. So hätten Dominik Voigt, Peter Springer und Benjamin Grau Apfelstädt in Führung schießen müssen, vergaben aber allesamt ihre Möglichkeiten oder scheiterten am starken Torhüter Marcel Schade.

„Wir sind in Schönheit gestorben“, ärgerte sich nicht nur Thomas Koch über die Spielweise der Apfelstädter Mannschaft, die zwar die reifere Spielanlage zeigte, dies aber eben nicht in Zählbares ummünzte. Im Gegenteil: Aus einer der wenigen Möglichkeiten machte Ruhla/Wutha-Farnroda das 1:0, als Kristian Grabow eine Flanke von Steve Fuchs sehenswert per Kopf zur Führung veredelte (35.).

Nach der Pause war es Peter Springer, der den Ball nicht an Schade vorbei bekam und den Ausgleich verpasste (48.). „Wer weiß, wie das Spiel ansonsten verlaufen wäre“, orakelte im Anschluss Ruhlas Geschäftsführer Heinz Hoßfeld. Stattdessen wurde es gleich doppelt bitter für Apfelstädt: Im Gegenzug erhöhte Tobias Wollenhaupt auf 2:0 (49.).

„Wir haben derzeit die Sch... am Fuß und nehmen uns in der Offensive teilweise gegenseitig die Bälle weg“, befand Eintracht-Trainer Dirk Schmidt, der früh den verletzten Denis Dämban durch René Schulze ersetzte. Während die Gäste sich auch in der Folge die Zähne ausbissen, legte Ruhla/Wutha-Farnroda durch Wollenhaupt sogar noch zwei Tore nach (79./84.) und sorgte so für ein Ergebnis, dessen Aussagewert für die Apfelstädter wohl einem Witz glich, aber auch ganz klar Probleme der Elf aufzeigte. Mitunter agierte die Eintracht in der Rückwärtsbewegung zu behäbig und verschleppte das Tempo, anstatt sich zügig durch die Reihen zu kombinieren.

„Wir müssen in allen Bereichen noch cleverer werden. Man hat auch gesehen, dass Leon (Koch) und Flo (Florian Kah) nach ihren Verletzungen noch die Bindung gefehlt hat“, meinte Trainer Schmidt. Er hofft nun auf Wiedergutmachung am kommenden Sonntag, wenn Apfelstädt in der zweiten Kreispokal-Runde beim Kreisligisten Dorndorf antritt.

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