Göller will im Juni ins Training einsteigen

Kirschkau.  Traditionell lädt das Eisenberger Mühltal zum Event zur Erinnerung an den einst stärksten Mann der Welt, Milo Barus.

Kraftsportler Markus Göller aus Kirschkau hat bereits viermal den Milo-Barus-Cup im Eisenberger Mühltal gewonnen 

Kraftsportler Markus Göller aus Kirschkau hat bereits viermal den Milo-Barus-Cup im Eisenberger Mühltal gewonnen 

Foto: Jens Henning

Angemeldet ist Markus Göller (31) aus Kirschkau für den 21. Milo-Barus-Cup am 3. Oktober 2020 im Eisenberger Mühltal. Er gehört damit zu 17 anderen Athleten, die am Tag der Deutschen Einheit das Mühltal im Saale-Holzland-Kreis wieder zum stärksten Tal Deutschlands machen wollen.

Göllers Name steht schon viermal auf der Siegertafel des Kraftsport-Spektakels. Musste er sich 2016 den Titel noch mit Jerome Boxhorn aus Greiz teilen, dominierte Göller in den Folgejahren 2017, 2018 und 2019 das Geschehen scheinbar fast nach Belieben.

Er ist damit der zweiterfolgreichste Sportler im Mühltal nach dem Eisenberger Robert Förster, der in den Jahren 2000 bis 2003 und 2006 bis 2008 insgesamt sieben Mal ganz oben auf dem Podest stand.

„Es mag sicher alles sehr leicht aussehen, was ich da anstelle. Dahinter steckt aber viel Training“, sagte der 31-Jährige. Das Thema „viel Training“ schiebt der Kraftprotz aus Kirschkau, bei Schleiz gelegen, aktuell bei Seite. „Der Milo-Barus-Cup ist der einzige Wettkampf für mich. Ich habe mich angemeldet. Mit dem Training habe ich aber noch nicht begonnen.“ Spätestens Anfang Juni müsste er starten. „Ich warte erst einmal ab, wie sich das alles entwickelt mit Corona und den Hygiene-Bestimmungen.“

Einen Plan B gibt es nicht

Der Gesamtleiter des Milo-Barus-Cups, Robert Schieferdecker vom gastgebenden FSV Einheit Eisenberg, hofft, dass der Wettkampf am 3. Oktober über die Bühne gehen kann. „Einen Plan B haben nicht. Wir brauchen schon das grüne Licht von den Ämtern. Ende Mai werden wir mit den Verantwortlichen Kontakt aufnehmen und hoffen, ob wir eine verlässliche Aussage bekommen“, sagte Schieferdecker.

Der vierfache Gesamtsieger im Eisenberger Mühltal ist skeptisch. „Bis Ende August sind deutschlandweit alle Großveranstaltungen untersagt. Im Mühltal kommen bei gutem Wetter deutlich über 1000 Leute. Vielleicht entspannt sich die Situation ja bis dahin noch deutlich?“, sagte Göller.

Von seinem Wettkampfgewicht ist Göller ein ganzes Stück entfernt. „Ich wiege jetzt 122 Kilo. Mein Wettkampfgewicht liegt bei 132. Ich merke schon, dass ich pro Woche nur einmal in mein eigenes Fitness-Studio gehe. In der Phase der Wettkampfvorbereitung sind es in der Woche drei Einheiten.“

Seit zwölf Jahren gehört Göller zur nationalen Szene der starken Männer. „Das ist eine lange Zeit. Da weiß man, was man trainieren muss vor einem Wettkampf.“

Den Milo-Barus-Cup sieht er ganz weit vorn. „Ich war ja auch schon in der ersten Liga des Kraftsports unterwegs. So eine Stimmung und so eine Atmosphäre, wie im Mühltal, habe ich bisher bei keinem anderen Wettkampf erlebt. Das ist einzigartig. Deshalb kommen auch so viele Athleten ins Mühltal. Für einen Sportler gibt es kaum etwas Schöneres, als seinen Sport vor so vielen Menschen zeigen zu können.“

Sollte es kein Grünes Licht geben für den 3. Oktober 2020, würde für Markus Göller keine Welt zusammenbrechen. „2021 geht es weiter. Dann gibt es wieder einen Milo-Barus-Cup.“