Halbzeit in der Kreisliga: FSV Schleiz II

Schleiz.  Die vergebliche Suche nach einer Stammelf sorgt beim FSV Schleiz II für eine triste Hinrunde, in der es aber auch einzelne Glanzpunkte gab.

Die wenigen Glanzpunkte der Hinrunde setzte der FSV Schleiz II um Oliver Schmidt (gelb) größtenteils im Pokal. Während zwei Kreisoberligisten klar geschlagen wurde, war gegen Kreisligist Stadtroda II jedoch die Verlängerung nötig.

Die wenigen Glanzpunkte der Hinrunde setzte der FSV Schleiz II um Oliver Schmidt (gelb) größtenteils im Pokal. Während zwei Kreisoberligisten klar geschlagen wurde, war gegen Kreisligist Stadtroda II jedoch die Verlängerung nötig.

Foto: Uwe Friedel

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Was war das für ein irres Fußballspiel an jenem 21. September. Da lag der FSV Schleiz II nach einer Stunde mit 0:4 gegen den SV Ebersdorf hinten, nur um mit einer denkwürdigen Aufholjagd zurückzukommen. Nicht nur, dass in der 90. Minute der Ausgleich gelang, in der Nachspielzeit trafen die Rennstädter gar noch zwei weitere Male und gingen mit 6:4 als Sieger vom Platz.

Es ist eine Partie, an die sich auch FSV-Spielertrainer Marcus Kunte, der damals vier Treffer erzielte, gerne erinnert. Doch so richtig Euphorie will vier Monate später nicht mehr aufkommen. Denn so hell dieser Stern auch leuchtet, war es doch der einzige Lichtblick in einer sonst grauen Hinrunde, die die Schleizer Zweite mit 13 Zählern nur dank des besseren Torverhältnis’ über dem Strich abschloss.

Jedes Spiel mindestens vier Wechsel

„Wir können mit der Ausbeute auf jeden Fall nicht zufrieden sein. Das Ziel war eigentlich Platz fünf, aber mit Blick auf unsere Personalsituation müssen wir sehen, dass wir dieses Jahr die Klasse halten“, meint Marcus Kunte. „Die Spielerdecke ist einfach zu schwach. Wir haben einen Stamm von sechs, sieben Mann, mehr ist es nicht. Eine eingespielte Mannschaft bekommt man so einfach nicht zustande.“

So würde das Aufgebot Woche für Woche einerseits vom Anschlusskader der Ersten, andererseits von Spielern, die nur noch gelegentlich aushelfen, aufgefüllt. Dadurch kamen in der ersten Halbserie schon 34 Spieler zum Einsatz. „Jede Partie müssen wir auf mindestens vier, fünf Positionen wechseln und das sehe ich als Problem gegenüber anderen Mannschaften mit einem größeren Personalstamm. Es ist einfach zu viel Rotation“, klagt Kunte.

Hoffen auf Nachholer und Heimvorteil

Da eine Besserung kurzfristig nicht absehbar sei, habe sich die Zielsetzung inzwischen geändert. „Unser Hauptaugenmerk muss sein, die Liga zu halten – und ich bin überzeugt, dass wir das schaffen“, gibt sich der 33-Jährige optimistisch. Neben zwei Nachholespielen hofft der Schleizer auf den Heimvorteil. „Den Großteil der direkten Konkurrenz haben wir zuhause. Da müssen wir sehen, dass wir punkten“, so die Vorgabe von Marcus Kunte, der die erste Saisonhälfte dann doch nicht gänzlich schwarzmalen will.

Denn im völligen Kontrast zum tristen Ligaalltag steht das Abschneiden der Rennstädter im Pokal, wo sie als einziger Kreisligist im Halbfinale stehen. Auf dem Weg dorthin wurden mit dem SV Lobeda (4:0) und dem SV Rothenstein (3:0) unter anderem zwei Topteams der Kreisoberliga klar bezwungen, so dass den Schleizern auch vor der kommenden Aufgabe, die erst noch ausgelost wird, nicht Bange werden muss.

Pokalerfolge im Kontrast zum Ligaalltag

Allerdings hatte auch hier der kleine Personalstamm der FSV-Reserve seinen Anteil, wie Kunte anmerkt: „Der Einzug ins Pokalhalbfinale sticht auf alle Fälle positiv heraus, wäre ohne die Unterstützung der ersten Mannschaft aber auch nicht denkbar gewesen.“

Am Freitag geht es weiter mit dem FSV Orlatal

Weitere Teile der Serie:

FC Chemie Triptis: Triptis tüftelt an der Mannschaft der Zukunft

FSV 1999 Remptendorf: Abstiegskampf trotz bester Hinrunde der Vereinsgeschichte

FSV Hirschberg: Aufsteiger zahlt reichlich Lehrgeld

VfB 09 Pößneck II: Ergebnisse sind nicht entscheidend

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.