Halbzeit in der Kreisliga: VfB 09 Pößneck II

Pößneck.  Aufsteiger VfB Pößneck II spielt eine gute Rolle, sieht sich aber vor allem für den Spaß am Fußball zuständig.

Der Auftakt im neuen sportlichen Umfeld ging für den Aufsteiger mächtig in die Hose. Kevin Köhler (gelb) und sein VfB Pößneck II verloren in Tanna mit 0:4. Es dauerte etwas, bis die Blau-Gelben so richtig in Fahrt kamen.

Der Auftakt im neuen sportlichen Umfeld ging für den Aufsteiger mächtig in die Hose. Kevin Köhler (gelb) und sein VfB Pößneck II verloren in Tanna mit 0:4. Es dauerte etwas, bis die Blau-Gelben so richtig in Fahrt kamen.

Foto: Uwe Friedel

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Geht es nach Marco Lucanus, muss die Halbzeitbilanz von Kreisliga-Neuling VfB Pößneck II gar nicht so üppig ausfallen. „Es geht uns bei der zweiten Mannschaft nicht hauptsächlich um Ergebnisse, sondern darum, dass die Jungs Spaß haben. Spieler können sich für die Erste anbieten und der Anschlusskader kommt auf seine Einsatzzeiten“, erklärt er den Grundgedanke, weswegen der Verein im Sommer 2018 überhaupt wieder eine zweite Herrenmannschaft ins Leben rief.

Die ist aber nicht einfach nur ein Auffangbecken für diejenigen, die in der Kreisoberliga-Elf nicht zum Zug kommen, sie weiß durchaus auch sportlich zu überzeugen. In zwölf Spielen im neuen sportlichen Umfeld gelangen 15 Zähler, auch wenn es etwas dauerte, bis die Pößnecker Reserve in Schwung kam. „Meine Punktausbeute ist eigentlich ganz gut“, meint Lucanus schmunzelnd und spielt damit darauf an, dass er den Trainerposten erst im Oktober übernahm.

Trainerwechsel im Herbst

VfB-Urgestein Michel Hellwig, der die Mannschaft seit ihrer Wiedergründung trainierte, folgte dem Lockruf des SV Stahl Unterwellenborn und übernahm die sportliche Verantwortung beim benachbarten Kreisoberligisten. „Es war für uns überraschend. Klar ist man dann erst einmal enttäuscht, aber wir wollen auch niemandem Steine in den Weg legen“, so Lucanus, der fortan neben seinem Dasein als Vereinsvorsitzender und Spieler der Zweiten auch noch den frei gewordenen Trainerposten übernahm.

Seither gelangen immerhin vier Siege in sieben Spielen. Besonders gern erinnert sich Marco Lucanus an den 2:1-Erfolg über den damaligen Spitzenreiter LSV Oettersdorf. „Da war alles zu sehen: Kampf, Leidenschaft und der Wille, guten Fußball zu spielen.“

Ausgerechnet im Derby enttäuscht

Am anderen Ende der Euphorieskala rangiert ausgerechnet das Derby gegen den FSV Orlatal. Das 2:5 gab der Hinrunde zum Abschluss noch einen etwas faden Beigeschmack. „Das war einfach enttäuschend. Wir hatten eine große Zuschauerkulisse und solche Spiele sind es doch, für die man sich Woche für Woche hinstellt“, so Pößnecks Spielertrainer.

Auch wenn der Fokus nicht auf den Resultaten liegt, darf es tabellarisch übrigens noch gerne etwas nach oben gehen. „Gutes Mittelfeld“, benennt Lucanus das Saisonziel und präzisiert das auf Nachfrage mit Rang sieben oder acht. Beim Vorhaben, das zu erreichen, wird allerdings Daniel Bursuc nicht mehr helfen können.

Lucanus rechnet nicht mit Einbruch

Der langjährige Leistungsträger der VfB-Ersten spielte einen Großteil der Hinrunde in der Zweiten und wechselte nun nach Neustadt. „Er ist am Ende auch nur ein Spieler, aber klar: er kam uns zugute. Trotzdem erwarte ich durch seinen Wegfall keinen Leistungseinbruch“, so Lucanus.

Am Mittwoch geht es weiter mit dem FSV Schleiz II

Weitere Teile der Serie:

FC Chemie Triptis: Triptis tüftelt an der Mannschaft der Zukunft

FSV 1999 Remptendorf: Abstiegskampf trotz bester Hinrunde der Vereinsgeschichte

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