Heimpremiere missglückt: ThSV Eisenach unterliegt Nettelstedt

Eisenach.  Der ThSV Eisenach verliert in der 2. Handball-Bundesliga ein hochdramatisches Spiel gegen TuS Nettelstedt-Lübbecke mit 27:29 (12:16).

Jonas Ulshöfer vom ThSV Eisenach setz sich gegen die Abwehr durch.

Jonas Ulshöfer vom ThSV Eisenach setz sich gegen die Abwehr durch.

Foto: Sascha Fromm

Missglückte Heimpremiere des ThSV Eisenach: In der 2. Handball-Bundesliga unterlagen die Wartburgstädter am Samstagabend in einem kämpferischen und in der Endphase hochdramatischem Spiel dem TuS Nettelstedt-Lübbecke mit 27:29 (12:16).

Noch vier Minuten vor der Schlusssirene stand die Partie beim 26:26 auf des Messers Schneide. Doch dann leisteten sich die Eisenacher, die zuvor eine große Aufholjagd gemeistert hatten, ein paar Fehler zu viel. Ballverlust, Stürmerfoul und ein vergebener Siebenmeter brachten die ThSV-Sieben um den Lohn.

Um so größer fiel der Jubel bei den zu den Ligafavoriten zählenden Nettelstedtern aus. Beste Werfer für Eisenach waren der immer wieder an den Ketten zerrende Kapitän Alexander Saul (8) und Rechtsaußen Willy Weyhrauch (6/2).

Die favorisierten Gäste übernahmen vom Anwurf weg das Kommando in der mit 629 Besuchern gefüllten Werner-Aßmann-Halle. Nach dem schnellen 0:2 (4.) schafften die Eisenacher zwar prompt den Ausgleich (2:2/9.). Doch dann zogen die abgeklärter wirkenden Nettelstedter Stück um Stück, begünstig durch Eisenacher Undiszipliniertheiten davon.

Mit zahlreichen Zeitstrafen dezimierte sich die ThSV-Sieben selbst, Rückraumspieler Daniel Dicker kassierte nach 22 Minuten nach seiner dritten Strafe gar die Rote Karte. Beim 12:16 zur Halbzeit schien die Vorentscheidung gefallen.

Doch dann gab der nach der Pause wieder eingewechselte Blaz Voncina das Signal zur Aufholjagd. Mit insgesamt neun Paraden brachte er seine Vorderleute wieder ins Spiel. Beim 20:20 war zu Beginn der Schlussviertelstunde erstmals wieder der Ausgleich hergestellt (Saul), eine Minute später sorgte ein Weyhrauch-Konter für die erste Eisenacher Führung.

Die Euphorie trug die Blau-Weißen bis in die Schlussminuten, zwischenzeitlich lagen sie sogar mit zwei Toren vorn (24:22/52.). Doch dann fehlte im Schlussgang die Cleverness und wohl auch etwas die Kraft.