ThSV Eisenach erster Tabellenführer

Fürstenfeldbruck.  Die Thüringer gewannen ihr Auftaktspiel in der 2. Handball-Bundesliga bei Aufsteiger TuS Fürstenfeldbruck mit 36:26.

Linksaußen Ivan Snajder steuerte sieben  Treffer zum Eisenacher Auftaktsieg bei.

Linksaußen Ivan Snajder steuerte sieben Treffer zum Eisenacher Auftaktsieg bei.

Foto: sportfotoeisenach

Der ThSV Eisenach ist mit einem souveränen Sieg in die Saison der 2. Handball-Bundesliga gestartet. Die Thüringer gewannen bei Aufsteiger TuS Fürstenfeldbruck mit 36:26 (20:14) und übernahmen dank des Torverhältnisses die Tabellenspitze.

Bester Werfer der Mannschaft von Neu-Cheftrainer Markus Krauthoff-Murfuni war der nie zu stellende Willy Weyhrauch, der 13 Treffer beisteuerte, davon vier sicher verwandelte Siebenmeter. Alexander Saul und Ivan Snajder trafen jeweils sieben Mal.

Erster Treffer nach 47 Sekunden

In der coronabedingt nur mit 200 Zuschauern gefüllten, aber dennoch stimmungsvollen Wittelsbacher Halle in Fürstenfeldbruck ließen die Eisenacher vom Anwurf weg keine Zweifel an ihren Ambitionen aufkommen. Schon nach 47 Sekunden zappelte der Ball zum ersten Mal im Netz der Gastgeber, als Weyhrauch einen Siebenmeter verwandelte.

Angetrieben von den Rückraumstrategen Martin Potisk und Daniel Dicker, baute der ThSV den Vorsprung gegen eine hoch engagierte und offensive Gastgeber-Abwehr Schritt für Schritt aus. Beim 20:11 (27.) war die Vorentscheidung zu Gunsten der Gäste von der Wartburg gefallen.

Aufholjagd des Neulings

Allerdings ließen diese nun Konzentration und Zügel etwas schleifen. Der Neuling aus dem Münchner Vorort nahm die unnötige Eisenacher Einladung dankend an, verkürzte bis zur Pause noch auf 14:20 und ließ auch danach nicht locker. Plötzlich war die Halle wieder wach und feierte jeden Treffer der kleinen Aufholjagd euphorisch. Bis auf mehr als vier Tore (17:21/35., 21:25/43.) kam Fürstenfeldbruck allerdings nicht heran.

Der ThSV, der das Tempo in dieser Phase etwas gedrosselt und sich neu gesammelt hatte, straffte sich – und zu Beginn der zehn Schlussminuten war der alte Abstand wieder hergestellt. Beim 21:30 (51.) war die Entscheidung gefallen.

Als nächstes gegen Aufstiegskandidaten Nettelstedt

Unterm Strich stand ein verdienter Eisenacher Erfolg, dessen zehn-Tore-Differenz als Zugabe Tabellenplatz eins brachte. Was beides tatsächlich wert ist, wird sich schon am kommenden Sonnabend zeigen, wenn der ThSV den Aufstiegskandidaten TuS Nettelstedt empfängt.

Erleichtert zeigte sich Markus Krauthoff-Murfuni nach der bestandenen Feuertaufe in seinem ersten Punktspiel als Chef auf der Bank. „Es war nicht einfach“, sagte Eisenachs Trainer, „aber dennoch eine sehr, sehr ordentliche Vorstellung meiner Mannschaft.“