THC-Handballerinnen zünden Feuerwerk bei Heimkehr in die Salzahalle

Bad Langensalza.  Im ersten Spiel in der neuen Salzahalle bezwingen die Bundesliga-Handballerinnen des Thüringer HC den Aufsteiger Buchholz 08-Rosengarten mit 33:22 (19:11).

Elf Tore erzielte Emma Ekenman-Fernis (am Ball) für den Thüringer HC gegen Aufsteiger Buchholz 08-Rosengarten.)

Elf Tore erzielte Emma Ekenman-Fernis (am Ball) für den Thüringer HC gegen Aufsteiger Buchholz 08-Rosengarten.)

Foto: Sascha Fromm

Das Feuerwerk als krönende Zugabe zur Halleneinweihung am Samstagabend ließ noch auf sich warten. Doch der Funke war längst auf die Handballerinnen des Thüringer HC übergesprungen. Auf die zahlreichen Dankesworte über den Umbau gaben sie sogleich die sportliche Antwort. Vor knapp 500 Zuschauern feierten sie beim 33:22 (19:11) gegen Buchholz-Rosengarten einen Start-Ziel-Sieg.

Mit elf Toren traf Emma Ekenman-Fernis für den THC dabei zweistellig. Beim Gast waren Marleen Kadenbach, Fatos Kücükyildiz und Evelyn Schulz mit je vier Treffern beste Werferinnen.

Gehandicapter Cheftrainer lobt Defensivarbeit

Auf Krücken und mit fixiertem Kniegelenk nach dem Sehnenabriss im Oberschenkel richtete Trainer Herbert Müller einen großen Dank an alle, die zum Umbau der Halle beigetragen haben. Und vor allem an seinen Bruder Helfried, der die Mannschaft an der Linie wie in der vergangenen Woche in Mainz zum Sieg geführt hat. „Noch nie war er so wichtig wie gerade“, sagte der gehandicapte Cheftrainer und konnte sich über weite Strecken im Rollstuhl zurücklehnen.

Den Grundstein für den dritten Saisonsieg legten die Thüringerinnen in den ersten Minuten. Gestützt durch drei gehaltene Bälle in kurzer Folge von Marie Davidsen beeindruckten die Einheimischen mit einem schnellen 3:0, auf das sie Stück für Stück aufbauten. Nicht zuletzt durch ihre starke Deckungsarbeit. „Wenn du eine stabile Deckung hast, ist im Angriff vieles leichter“, lobte Herbert Müller im Nachgang die Defensivarbeit.

Zwei Gästespielerinnen vom Feld gestellt

Nur selten kam der Gast frei zum Wurf wie etwa Kim Berndt zum zwischenzeitlichen 2:6. Durchschlagskräftiger zeigten sich die Einheimischen. Insbesondere Emma Ekenman-Fernis. Schon viermal hatte die Schwedin getroffen, ehe sie in der vierminütigen Überzahl einen Dreierpack zum 15:7 (22.) nachlegte.

Der Anfang vom Ende für die Gäste. Mit der Roten Karte für Marleen Kadenbach, die nach einer anfänglichen Zeitstrafe ein zweite kassierte und wegen Reklamierens gleich die dritte, mussten die Handball-Luchse schon eine harte Sanktion akzeptieren (19.). Weil die Unparteiischen den per Kopf von Marie Davidsen abgewehrten Siebenmeter als Wurf auf den Kopf bewerteten und Kim Berndt mit Rot vom Feld schickten, nahm dem Aufsteiger eine zweite wichtige Spielerin (35.).

Dass die Norddeutschen auch danach nicht aufsteckten und bissig um jedes Tor kämpften, sprach für sie und ihre Moral. Die besseren Antworten aber besaßen – auch wenn sie Mitte der zweiten Hälfte etwas nachließen – in der Folge weiter die Frauen vom Thüringer HC.