Thüringer HC kassiert erste Saisonniederlage

Bad Langensalza.  Die Bundesliga-Handballerinnen des Thüringer HC unterliegen Leverkusen in einem rassigen Fernsehspiel mit 28:33 (17:14).

THC-Spielerin Mariana Erreira Lopes (Nummer 2) sucht eine Lücke in der Leverkusener Abwehr.

THC-Spielerin Mariana Erreira Lopes (Nummer 2) sucht eine Lücke in der Leverkusener Abwehr.

Foto: Christian Heilwagen

Fernsehen und Leverkusen, das passt für die THC-Handballerinnen nicht zusammen. Mit einem 28:33 (17:14) zogen sie vor den Eurosport-Kameras erneut den Kürzeren. Bitter, weil sie in einem feurigen Duell alle Vorteile besaßen, die Schmach aus dem 25:34 im Januar zu tilgen, am Ende aber die „Elfen“ durch Fehler starkmachten und ein Drei-Tore-Plus in der Schlussviertelstunde hergaben.

Der Zorn der Fans entlud sich an den Unparteiischen, von denen sich die Thüringer in Sachen Strafzeiten benachteiligt fühlten. 8:2 fiel zudem die Bilanz an Siebenmetern zugunsten der Gäste aus. „Es gab sicher die eine oder andere Zeitstrafe, die unglücklich war“, sagte THC-Trainer Helfried Müller. Er wollte die erste Saisonniederlage aber nicht darauf schieben. „Wir haben es nicht geschafft, uns eindrucksvoller abzusetzen“, sagte er selbstkritisch.

Auf sich schauen, das eigene Spiel durchbringen. Für ihn waren es Kernelemente gewesen, um keine Gedanken an die Niederlage vor neun Monaten aufkommen zu lassen. Damals betrieb Leverkusen zu Hause Werbung. Diesmal waren es beide Teams, die mit großem Kampf und wechselnden Führungen ihren Sport ins rechte Licht rückten. Ohne Ina Großmann, die wegen eines Infektes zusehen musste und Ines Khouildi (Knie-OP) hatten die Thüringerinnen anfangs einen schweren Stand. Der Wechsel von Petra Blazek ins Tor stabilisierte die Einheimischen, die sich vor allem auch auf Kerstin Kündig verlassen konnten. Mit Doppeltorschützin Josefine Huber in der wichtigen Phase sowie Marketa Jerabkova wandelte die Schweizerin einen Drei-Tore-Rückstand nach 15 Minuten (7:10) in ein 17:14 zur Pause. Das feurige Gefecht setzte sich fort. Und es schien nicht nur zu kippen, nachdem Leverkusen in doppelter Überzahl auf 20:21 (45.) herangekommen war, ausgeglichen hatte (23:23, 50.) und durch Svenja Huber plötzlich vorn lag (26:25, 54.). Es kippte. Vollends.