Der Blick des ThSV Eisenach geht nach unten

Essen.  Handball: Nach der neunten Niederlage aus den vergangenen zehn Spielen ist das Eisenacher Polster auf den Relegationsplatz auf vier Punkte geschrumpft.

Redebedarf:  Eisenachs Trainer Sead Hasanefendic

Redebedarf: Eisenachs Trainer Sead Hasanefendic

Foto: Sascha Fromm

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Wieder einmal fehlte den durch Personalprobleme gehandicapten Zweitliga-Handballern des ThSV Eisenach die Konstanz über die gesamte Spielzeit. Starke 21 Minuten mit einer 12:11-Führung, eine starke Phase zu Beginn der zweiten Halbzeit mit dem Anschlusstreffer nach einem 5-Tore-Rückstand, mit dem trotz vorhandener Chancen nicht realisierten Ausgleichstreffer, mündeten letztlich in eine 9-Tore-Niederlage bei Tusem Essen (28:37).

„In entscheidenden Phasen agierte meine junge Mannschaft zu hektisch, baute Essen mit unnötigen Ballverlusten auf“, konstatierte Eisenachs Coach Sead Hasanefendic. Er sah in der 45. Minute die fünfte rote Karte im vierten Spiel in Folge für sein Team. Dieses Mal erwischte es den kleinen Israeli Yoav Lombroso nach ungestümer Abwehraktion.

„Bis zur 40. Minute blieben wir auf Tuchfühlung, haben dann das Spiel verloren. Uns unterliefen zu viele einfache technische Fehler, Ballverluste, wir ließen klare Torchancen aus; dadurch brachten wir uns um einen möglichen Teilerfolg. Wir müssen solche Phasen unbedingt minimieren. Wir markieren in Essen, einem Spitzenteam der Liga, immerhin 28 Tore, stehen aber mit leeren Händen da“, bilanzierte Eisenachs Manager René Witte.

Nichts Ungewöhnliches, wenn ein Aufsteiger aus der 3. Liga beim Tabellen-Zweiten und heißen Aufstiegsanwärter verliert. Doch es war für Eisenach die neunte Niederlage aus den vergangenen zehn Spielen. Die Männer aus der Werner-Aßmann-Halle zehren noch immer vom fulminanten Saisonstart mit 19:9 Punkten nach 14 Spieltagen.

„Wir sind noch nicht so gut, wie viele meinen“, hatte Hasanefendic immer wieder unterstrichen. „Wir spielen dann erfolgreich, wenn wir zu unserem Tempospiel kommen, über die Außen einfache Tore erzielen, um Entlastung zu schaffen. Unsere Probleme im Positionsangriff sind bekannt“, hatte jüngst Linkshänder Alexander Saul erklärt. Er ist oftmals der einzige, der echte Torgefahr aus dem Rückraum ausstrahlt. Jetzt, nach 24 Spieltagen, weist die Eisenacher Bilanz 21:27 Punkte auf, die für Platz elf reichen. Noch reichen.

Doch der Vorsprung auf den Relegationsplatz ist auf vier Zähler geschrumpft. Konstanz gelang mit dem 24:23-Erfolg in Aue ein Big Point. Dresden rückte durch den Sieg in Emsdetten bis auf einen Zähler an Eisenach heran. „Ja, die Konkurrenz rückte uns auf die Pelle. Ein Befreiungsschlag muss kommen“, fordert Witte. Am kommenden Freitag gastiert der ThSV beim VfL Bad Schwartau, der am Wochenende Aufstiegsaspirant ASV Hamm-Westfalen 32:27 bezwang.

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