Spitzenreiter Weimar wankte beim Tabellenletzten Wutha-Farnroda gewaltig

Wutha-Farnroda (Wartburgkreis). Handball-Landesliga: SV Wutha-Farnroda verliert trotz bester Saisonleistung gegen den HSV Weimar mit 36:37 (19:18)

Durch seine Routine war Torsten Laufer für Wutha-Farnrodaer immer wieder erfolgreich. Zehn Treffer von Laufer konnten auch Weimars Philip Meyer (l.) und Maximilian Hecht (r.) nicht verhindern. Foto: Marko Deicke

Durch seine Routine war Torsten Laufer für Wutha-Farnrodaer immer wieder erfolgreich. Zehn Treffer von Laufer konnten auch Weimars Philip Meyer (l.) und Maximilian Hecht (r.) nicht verhindern. Foto: Marko Deicke

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Spielt ein Tabellenerster beim Letzten, geht es oft nur um die Höhe des Auswärtssieges. Mit solch einer Einstellung reisten am Samstagabend auch die Handballer vom HSV Weimar nach Wutha-Farnroda. Dort trafen sie auf einem SV Petkus, der ausgerechnet gegen den ungeschlagenen Tabellenersten der Landesliga, die beste Saisonleistung ablieferte, sich aber dann denkbar knapp mit 36:37 (19:18) geschlagen geben musste.

Der Knackpunkt war wohl die 51. Minute. Der immer für die Verteidigung eingewechselte Steve Apel foulte Maximilian Remde. Der Weimarer kam unglücklich auf dem Parkett auf und verzog vor Schmerzen sein Gesicht. Für die Schiedsrichter war es zur Überraschung aller ein zu hartes Foul, welches mit der Roten Karte geahndet hatte. Zu diesem Zeitpunkt führte der Gastgeber mit 32:30. "Die Rote Karte war lächerlich. Das war nicht einmal eine Zwei-Minuten-Strafe", kritisierte Wuthas Trainer Stefan Hild die Unparteiischen, diese im kompletten Spiel beidseitig seltsame Entscheidungen trafen.

Ausgleich war in den Schlusssekunden möglich

Trotzdem zeigten die Gastgeber Kampfgeist und gingen danach durch Christian Liebetrau sogar mit 33:30 in Führung. Das überschaubare Wuthaer Publikum wurde plötzlich munter, denn es war die erste 3-Tore-Führung für die Gastgeber.

Der Tabellenerste machte dann aber wieder Boden gut. Beim 34:33 zog Hild die Grüne Karte (55.). Es half nicht, denn die Weimarer drehten das Spiel. Spannend blieb es, weil Robby Schindler zwei Minuten vor Schluss noch mal zum 35:35 ausglich. Doch die Gäste antworteten: Andre Herrwald und Sebastian Hammer brachten den HSV mit 37:35 in Front. Auf der Gegenseite hielt Torsten Laufer das Spiel 40 Sekunden vor der Schlusssirene mit dem 36:37 weiter offen. Die Gäste mussten die letzten Sekunden in Unterzahl spielen und verloren acht Sekunden vor der Sirene den Ball. Per Konter kam Maximilian Bögel noch mal zur Torchance, scheiterte aber von Rechtsaußen an Keeper Christian Albrecht.

Während die Weimarer ihren sechsten Saisonsieg ausgelassen feierten und als einzige Mannschaft ungeschlagen bleiben, schlichen die Wuthaer mit hängenden Köpfen vom Parkett. "Ärgerlich", so Hild, "einen Punkt hätten wir uns auf jeden Fall verdient gehabt." Erstmals seit Wochen konnte er mit der kompletten Mannschaft wieder in der Hörselberghalle trainieren. Zuvor war die Halle gesperrt und es musste in die kleine Wuthaer Schulsporthalle ausgewichen werden. "Der Plan gegen die aufstiegswilligen Weimarer ging exakt auf", war Hild auf seine Mannschaft stolz. Am Ende fehlte das Quäntchen Glück, welches der Tabellenführer hatte.

Zuvor, in der ersten Halbzeit, konnte sich keine Mannschaft absetzen. Immer wieder liefen die Wuthaer Angriffe über Johannes Handrick (12 Tore) und Laufer (10). Beide mussten nach 15 Minuten per 2-Minuten-Strafe vom Feld. In doppelter Überzahl drehten die Gäste das Spiel von 9:8 in ein 9:10. Danach ackerte Wutha und kämpfte sich zurück. Laufer traf zum 16:14 (23.) und 18:16 (27.).

Nach der Pause konnte sich Weimar erstmals auf drei Tore absetzen (37./21:24). Laufer und Toni Senf von Linksaußen drehten den Spielstand aber wieder auf 26:25 (44.). Dem dritten oder gar vierten Saisonpunkt war Wutha-Farnroda ganz nahe, doch dann musste Steve Apel vom Feld und der HSV Weimar konnte am Ende jubeln.

Wutha-Farnroda: Schmidt, König; Schüßler, Heimel, Handrick (12/1), Liebetrau (5), Bögel (1), Senf (3), Schindler (5), Apel, Laufer (10/4), E. Maghames.

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