Stefan Koska wird Trainer beim Handball-Thüringenligisten HSV Ronneburg

Ronneburg.  Der Meistertrainer, der bereits zwei Mal beim HSV tätig war, kehrt mit 61 Jahren auf die Trainerbank zurück. Er löst Christian Hoppe ab.

Stefan Koska kehrt auf die Ronneburger Trainerbank zurück.

Stefan Koska kehrt auf die Ronneburger Trainerbank zurück.

Foto: Jens Lohse

Als Stefan Koska im Mai 2018 als Trainer des HSV Ronneburg verabschiedet wurde, antwortete er auf die Frage, ob er sich noch einmal eine Rückkehr auf die Trainerbank vorstellen könne mit: „Man soll nie nie sagen!“ Gut zwei Jahre nach dem Ende seines damaligen Engagements übernimmt der 61-Jährige wieder die Ronneburger Thüringenliga-Sieben und löst Christian Hoppe ab – ein Paukenschlag.

Schon nach der Mitgliederversammlung im März, bei der sich kein neuer Vereinspräsident fand, machte sich Koska in die Spur. „Ich habe gemerkt, dass es um die Zukunft des Ronneburger Handballs geht und wir ganz nahe am Abgrund stehen. Deshalb bin ich losgezogen, habe mir Unterstützer gesucht. Zwischenzeitlich standen nur noch sechs Spieler zur Verfügung. Mittlerweile halten bis auf Christopher Stölzner alle wieder dem Verein die Treue“, sagt Koska.

Torjäger Alexy bleibt beim HSV

Der Vertrag von Mirko Alexy in Hermsdorf galt nur für die Mitteldeutsche Oberliga. Da der Aufstieg der Holzländer aber nicht zustande kam, bleibt auch der Torjäger in Ronneburg. „Wir sind finanziell gut aufgestellt. Die ortsansässige Wirtschaft hält zur Stange. Wir wollen ein schlagkräftiges Team formieren, müssen uns dafür allerdings von unserem vorherigen Konzept lösen.“ So könnte auch der eine oder andere Ausländer im Kader stehen.

Das sieht auch Schatzmeister und Ex-Präsident Leif Pöhnitzsch so: „Nur mit Spielern aus der Umgebung ist es nicht mehr möglich, eine konkurrenzfähige Thüringenliga-Mannschaft zu formieren. Unser Nachwuchs ist nicht auf dem Niveau, um problemlos nach oben zu rücken. Dieser Perspektivwechsel ist alternativlos, wenn wir in Ronneburg auch weiterhin Handball-Events auf diesem Niveau anbieten wollen.“

Präsidiumswahl Ende August

Deshalb hat der Verein für den 30. August eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Dort soll der zukünftige Weg mit den Mitgliedern beschlossen werden und satzungsgemäß ein zehnköpfiges Präsidium gewählt werden, wodurch die Arbeit auf viele Schultern verteilt werden würde. Im März hatten sich mit Vizepräsident Mirko Bengs und Schatzmeister Leif Pöhnitzsch lediglich zwei Funktionäre gefunden. Die Kandidatenliste steht, doch hüllt man sich namentlich dazu beim Verein noch in Schweigen.

Der Trainingsauftakt erfolgte am Dienstag. Auch den einen oder anderen Rückkehrer könnte es geben. Über Martin Bäumler, Enrico Olzmann, ja sogar Hannes Seidemann wird gemunkelt.

Stefan Koska sitzt bereits zum dritten Mal in Ronneburg auf der Bank. 2007 war er Viktor Sidortshuk gefolgt und hatte das Team zwei Jahre später zu Bronze bei der Landesmeisterschaft und Rang zwei im Mitteldeutschen Pokal geführt. Dann musste er Steffen Schreiber und dem Projekt Oberliga Platz machen. Im März 2012 sprang er zum zweiten Mal in die Bresche, als der HSV kurz vor der Insolvenz stand. 2017 wurden die Ronneburger unter ihm Thüringenmeister.