THC-Handballerinnen wollen gegen Blomberg-Lippe nachlegen

Bad Langensalza.  Während der Boden der neuen Salza-Halle durch Lösen der Versiegelung Gesprächsstoff liefert, wollen die THC-Handballerinnen darauf nachlegen.

Nach dem ersten THC-Spiel in der Bad Langensalzaer Salza-Halle wurden Schäden an der Bodenversiegelung festgestellt.

Nach dem ersten THC-Spiel in der Bad Langensalzaer Salza-Halle wurden Schäden an der Bodenversiegelung festgestellt.

Foto: Sascha Fromm

Die Handballerinnen des Thüringer HC haben ihre erste Prüfung im neuen alten Bad Langensalzaer Domizil bestanden, die Salza-Halle selbst auch, zum überwiegenden Teil jedenfalls. Noch am Abend des gefeierten ersten Heimsieges nach dem 16-monatigen Umbau traten Schäden an der Bodenversiegelung auf und schufen Aufregung.

Wie viel sich von der Versiegelung gelöst hat und woraus der Schaden resultiert, werde gegenwärtig geprüft. Nachdem das A-Jugend-Spiel des THC gegen den HC Leipzig (33:27) am vergangenen Sonntag nach Erfurt in die Riethsporthalle verlegt worden ist, geht Geschäftsführer Maik Schenk von keinen weitreichenden Folgen für den Spielbetrieb des Bundesliga-Teams aus. Nach aktuellem Stand gäbe es keine Einschränkungen, dass die Halle gesperrt werden müsste, erklärte Projektleiter Patrick Räthel. Am Donnerstag kommt es zu einem Treffen mit der bauausführenden Firma.

Reinigungsmittel überprüft

Möglicherweise könne der Mangel in der Woche eines Auswärtsspiels behoben werden, hofft Maik Schenk. Um Haftungsfragen vorzubeugen, hat der THC prüfen lassen, dass das verwendete Reinigungsmittel zur Harzentfernung die Versiegelung nicht angreife.

Sportlich in der Pflicht sieht Schenk wie die Trainer Herbert und Helfried Müller derweil vor allem die Mannschaft, am Mittwoch dort anzuknüpfen, wo sie am Samstag vor zehn Tagen mit dem Heber durch Lydia Jakubisova zum 33:22 gegen Buchholz-Rosengarten aufgehört hatte.

Ekenman-Fernis fehlt verletzt

Nach Kniebeschwerden, mit denen sich die als Dauerbrennerin in THC-Diensten bekannte Kapitänin nach dem Spiel gegen den Aufsteiger herumschlug, kommt morgen viel Verantwortung sie zu. Insbesondere, wenn es darum geht, auf Rechtsaußen den verletzungsbedingten Ausfall von Emma Ekenman-Fernis zu kompensieren. Die Schwedin kehrte mit einer Knöchelverletzung von der Nationalmannschaftswoche zurück. Mit ihr fehlt nicht nur ein Garant für Tore über Außen, sondern auch eine Bank von der Strafwurflinie. Mit 32 Toren traf sie in vier Partien so oft wie keine andere Spielerin die Bundesliga.

Meike Schmelzer, die sich während des Lehrgangs mit der DHB-Auswahl eine leichte Zerrung zugezogen hatte, gab Entwarnung. „Alles in Ordnung“, sagte die Kreisläuferin. Nach einer „ziemliche erfolgreichen Woche“ mit dem Sieg und einer Niederlage gegen Weltmeister Niederlande geht sie mit Schwung in die nächste Aufgabe um Meisterschaftspunkte. „Schwierig“, benennt sie das Vorhaben, sich am Mittwoch gegen Blomberg-Lippe ebenfalls schadlos zu halten. „Ein Sieg wäre schön“.

Müller warnt vor Tempospiel

Für Herbert Müller ist der gut gestartete Fünfte ein „gefährlicher Gegner“. Vor dessen Tempospiel warnt er besonders. Mainz etwa habe Blomberg zuletzt „komplett zerlegt“, berief er sich auf das 45:25 am vergangenen Spieltag und machte deutlich, wie unbequem der Gast sein kann, wenn man ihn gewähren lässt.

Dass der neu formierte Vierte der zurückliegenden Abbruch-Saison seine Stärken im blitzschnellen Umschalten besitzt, haben die THC-Frauen Ende August in der Vorbereitung erfahren. Nach 30 Minuten lagen sie bereits 14:22 zurück, um sich danach noch ein 32:32 zu erkämpfen.

Trainer fordert Konstanz der zweiten 30 Minuten

„Die Konstanz der zweiten 30 Minuten müssen wir über die gesamte Distanz abrufen“, so Müller. Auf jede Position müsse aufgepasst werden. Deshalb mahnt er, sich keine technischen Fehler zu leisten, um dem Umschaltspiel keinen zusätzlichen Nährboden zu bieten. Denn die Erwartungshaltung ist klar. Wollen die Thüringerinnen keinen Boden verlieren, müssen sie am Mittwoch nachlegen. Zu Hause erst recht.

Thüringer HC – HSG Blomberg-Lippe, Mittwoch, 19.30 Uhr, Salza-Halle