Thüringer HC brennt auf Revanche in Leverkusen

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Beim Sieg gegen Oldenburg hielt die THC-Abwehr zuletzt über weite Strecken dicht. Sie ließ bloß 22 Gegentreffer zu.

Beim Sieg gegen Oldenburg hielt die THC-Abwehr zuletzt über weite Strecken dicht. Sie ließ bloß 22 Gegentreffer zu.

Foto: Sascha Fromm

Bad Langensalza  Bei Bayer haben die THC-Handballerinnen noch eine Rechnung offen. Auf sich schauen und die eigenen Fehler minimieren lautet die Devise.

Erfurt. Die Lizenzunterlagen für die kommende Saison sind eingereicht, die Arbeiten zur Zusammenstellung des Teams 2021/22 in vollem Gang: Alles im Plan, außer sportlich. Die Bundesliga-Handballerinnen des Thüringer HC sind weiter in der Bringepflicht. Am Sonntag bei Leverkusen (16 Uhr) ist die Lust aufs Gewinnen besonders groß.

Leverkusen, da war doch was. Das Team der „Werkselfen“, besonders in Verbindung mit einem Fernsehspiel, das ist für den Thüringer HC etwas gewesen, was nicht passen wollte. Nachdem die Mannschaft um die frühere THC-Rechtsaußen Svenja Huber in der Vorsaison beim 34:25 unter den laufenden Kameras von Sport 1 triumphiert und den THC empfindlich getroffen hatte, ließen sie die Thüringerinnen im Oktober in der erneuten Live-Übertragung wiederum hinter sich (33:28), diesmal in der Salzahalle. Das letzte Mal, dass Leverkusen das gelungen war, lag zuvor sieben Jahre zurück.

Dass dieselbe Bayer-Mannschaft später etwa gegen Oldenburg, im Pokal gegen Aufsteiger Buchholz-Rosengarten und zuletzt bei Bad Wildungen verlor, macht die Hinspiel-Niederlage im Nachgang umso schmerzhafter für die Thüringerinnen. Erst recht, weil auf ihnen seither immer größerer Druck lastet. Im Kampf um einen internationalen Startplatz kann ein Fehltritt in den Mittelfeld-Duellen schnell das Aus bedeuten. „Wir haben all unsere Joker verspielt“, macht Herbert Müller vorm Duell beim Tabellen-Achten klar.

THC-Coach Müller: "Wir müssen unsere Leistung bringen"

Dass Leverkusen (mit Verstärkung durch THC-Rückraumspielerin Mariana Lopes) zuletzt ebenfalls einen schweren Stand hatte, ist für Müller ein Beleg für eine in der Breite sehr ausgeglichene Liga; ähnlich wie eines der Ergebnisse am Mittwochabend. Um ein Haar hätte Bad Wildungen als Zehnter dem Zweiten Bietigheim beim 33:34 einen Punkt abgeknöpft.

Auf andere zu schauen meidet der THC-Trainer im Moment allerdings. „Wir müssen erstmal unsere Leistung bringen“, sagt er. Um am Sonntag nicht Gefahr zu laufen, klar ins Hintertreffen zu geraten, gilt es, Tempogegenstößen durch Bayers schnelle Außen Zoe Sprengers und Svenja Huber keinen Nährboden zu geben. Eigene Fehler, die er zuletzt ungeachtet des 27:22-Sieges gegen Oldenburg kritisierte, müssen trotz der weiter angespannten Personallage umso mehr minimiert werden.

Sonntag, 16 Uhr: Bayer Leverkusen - Thüringer HC