HSV Bad Blankenburg und der HSV Apolda sind dankbar

Bad Blankenburg/Apolda.  Punktspielstart in der Mitteldeutschen Handball-Oberliga für den HSV Bad Blankenburg und dem HSV Apolda gleich mit dem Derby.

Wollen auch in der bevorstehenden Saison in der Mitteldeutschen Oberliga wieder nach oben in der Tabelle blicken und im oberen Drittel der Tabelle eine gute Rolle spielen: Der aktuelle Kader des HSV Bad Blankenburg am vergangenen Donnerstag auf dem Gelände der Landessportschule.

Wollen auch in der bevorstehenden Saison in der Mitteldeutschen Oberliga wieder nach oben in der Tabelle blicken und im oberen Drittel der Tabelle eine gute Rolle spielen: Der aktuelle Kader des HSV Bad Blankenburg am vergangenen Donnerstag auf dem Gelände der Landessportschule.

Foto: Peter Scholz

Patrick Schatz und Tobias Jahn sind sich einig: „Wir können froh und dankbar sein, dass wir am Sonntag um Punkte spielen können“, sagen der Präsident und Trainer des HSV Apolda sowie der Sportliche Leiter des HSV Bad Blankenburg unisono. Dass das Spiel zudem auch noch in der Landessportschule Bad Blankenburg stattfindet, ist zugleich eine glückliche Fügung: Denn durch die Allgemeinverfügung im Landkreis Weimarer Land, wonach sämtlich Sportveranstaltungen nur ohne Zuschauer stattfinden dürfen, hätte in Apolda ein Geisterspiel gedroht.

Jetzt also wieder ein Thüringenderby zum Start in der Mitteldeutschen Oberliga, wie schon vor Jahresfrist. „Doch mit damals sind wir nicht zu vergleichen“, sagt Patrick Schatz. Vor zwölf Monaten fegte der damalige Aufsteiger Bad Blankenburg die Apoldaer, die personell arg gehandicapt waren, mit 28:16 vom Parkett. Auch im Pokal wenige Monate später waren die Apoldaer chancenlos. „Wir haben mit unseren sieben neuen Leuten eine ganz andere Mannschaft, das Team erlebte einen mittleren bis großen Umbruch“, betont der Apoldaer. Da sind die Gedanken an die vergangene Saison selbstredend nur minimal, ja fast gar nicht vorhanden. „Aber man muss dennoch einräumen, dass Bad Blankenburg für uns immer ein schwieriges Pflaster war.“

Teams stehen vor einer Mammutsaison

Beide Teams haben sich in den letzten beiden Wochen ohne Testspiele auf den Auftakt in der Liga vorbereitet, gehen damit mit gleichen Voraussetzungen in das erste Punktspiel. Wenngleich zu vermuten ist, dass die Bad Blankenburger bei gerade einmal drei neuen Spielern besser eingespielt sein dürften. Großer Vorteil für die Bad Blankenburger: „Wir haben mit Alexander Werner und den beiden Neuen Deividas Grusauskas und Mario Mustapic gleich drei Linkshänder. Und mit einem Linkshänder im Rückraum hat man ganz andere taktische Möglichkeiten“, blickt Jahn optimistisch auf die bevorstehende Mammutsaison, in der die Teams jeweils 32 Punktspiele absolvieren müssen.

Der Tabellendritte der abgebrochenen Saison geht mit einem „starken Kader, sowohl qualitativ als auch quantitativ“ (Jahn), in die neue Spielzeit. Mit diesem wolle man im oberen Tabellendrittel mitspielen, eine gute Rolle spielen, wobei man sich nicht als Favorit der Liga sieht. „Es gibt keine Mannschaft, die man unterschätzen darf. Aber ganz oben erwarte ich Plauen-Oberlosa, die haben sich sehr gut verstärkt“, sagt der Sportliche Leiter. Ähnlich sieht es Patrick Schatz: „Oberlosa ist für mich leicht favorisiert, danach kommen Delitzsch, Halle, Freiberg und auch Bad Blankenburg.“ Sein Team strebt einen einstelligen Tabellenplatz, das Tabellenmittelfeld an.

Sowohl für Apolda als auch für Bad Blankenburg geht mit dem sonntäglichen Derby eine mehr als 200 Tage handballfreie zu Ende. „Da brauche ich keinen zu motivieren, die sind alle heiß, haben Bock“, sagt Patrick Schatz, in dessen Team aktuell vor dem Derby nur hinter ein, zwei Spielern ein Fragezeichen stehen. Das größte Fragezeichen freilich dürfte allerdings auftauchen, inwieweit bei den Apoldaern schon die Abläufe stehen, diese verinnerlicht sind. „Das wird sicher in den ersten Spielen noch nicht so hundertprozentig alles funktionieren.“

Apoldaer erstmals wieder vor Zuschauern

Für die Apoldaer ist das Auswärtsspiel bei Namensvetter zugleich das erste Spiel vor Zuschauern - sieht man einmal von einer Mini-Kulisse bei einem Vorbereitungsturnier in Hermsdorf ab. Nach dem erfolgreich verlaufenden Test im Vorbereitungsspiel gegen Dessau wurden die Abläufe in der Landessportschule noch einmal unter die Lupe, verschiedene Veränderungen vor allem in der Nähe des Spielfeldes optimiert: „Wir dürfen erneut 150 Zuschauer auf den Rängen und zusätzlich 40 VIP-Gäste am Spielfeldrand begrüßen“, freut sich Jahn, der erneut die gute Zusammenarbeit mit den Ämtern unterstreicht.

Und die Fans danken es. Bis gestern war das Gros der Karten im Vorverkauf weg, „in der Geschäftsstelle war so viel los wie noch nie“, erzählt Tobias Jahn. Lohnt sich da der Weg ohne Ticket überhaupt noch in die Sportschule am Sonntag? Nach Angaben des Vereins werde es am Spieltag noch eine Tageskasse geben, dort aber nur noch ganz wenige Karten noch zu haben sein. Denn eigentlich ist das Derby praktisch ausverkauft.

Handball, Mitteldeutsche Oberliga: HSV Bad Blankenburg vs. HSV Apolda, Sonntag, 16 Uhr, Landessportschule