Tobias Jahn befürchtet noch längere Pause

Bad Blankenburg.  Der Sportliche Leiter des HSV Bad Blankenburg geht frühestens im März von einem Spielbeginn aus

Auch auf die unnachahmlichen Tore von Ivo Havel müssen die Handball-Fans in Bad Blankenburg wohl noch wochenlang verzichten.

Auch auf die unnachahmlichen Tore von Ivo Havel müssen die Handball-Fans in Bad Blankenburg wohl noch wochenlang verzichten.

Foto: Peter Scholz

Tobias Jahn ist überzeugt, dass das noch nicht das letzte Wort ist: „Ich rechne nicht damit, dass wir vor März oder April wieder mit dem Handballspielen beginnen“, sagt der Sportliche Leiter des Handball-Viertligisten HSV Bad Blankenburg, nachdem am Wochenende die Verlängerung der Zwangspause in der Mitteldeutschen Oberliga bis zum Jahresende verkündet wurde.. „Die Entscheidung war absolut nachvollziehbar“, sagt der Bad Blankenburger.

Beim Verband möchte man auf jeden Fall versuchen, die Hinrunde abzuschließen, um eine entsprechende sportliche Wertung zu bekommen. Um das zu ermöglichen, ist allerdings die Aufnahme des Spielbetriebes spätestens am Wochenende nach Ostern – das wäre das Wochenende am 10. und 11. April – notwendig. Die Auf- und Abstiegsregelungen sollen dann in Playoff- und Playdown-Spielen ermittelt werden. „Wir bedauern die Maßnahmen, aber sie sind derzeit alternativlos“, schreibt Ralf Seidler, Spielleiter bei den Männern, gestern noch einmal an die betroffenen Vereine.

Allerdings ist abzuwarten, wie sich abgesehen von der sportlichen Entwicklung die wirtschaftlichen Voraussetzungen in den jeweiligen Vereinen entwickeln. „Man muss abwarten, wie die Sponsoren reagieren“, sagt auch Jahn. Nicht zuletzt gibt es durch faktische Halbierung der Heimspiele auch keine adäquate Gegenleistung. Schon jetzt sei absehbar, dass „viele Vereine, nicht nur in unserer Liga und beim finanzierten Amateursport, zu kämpfen haben“, sagt der Sportliche Leiter.

Mitte Februar wolle der Mitteldeutsche Handballverband eine Umfrage bei den Vereinen starten, welcher Verein überhaupt noch eine spielfähige Mannschaft in das Rennen schicken kann. Denn die wirtschaftlichen Probleme dürften auch auf den Spielerkader Auswirkungen haben, unter Umständen müssten beispielsweise Spielerverträge aufgelöst werden. Wenn Teams aus diesem Grund nicht mehr spielfähig seien, wären diese dann die ersten Absteiger. Beim HSV Bad Blankenburg hat man sich gegenwärtig mit den Spielern darauf geeinigt, dass die Akteure zunächst bis Ende des Jahres auf die finanziellen Zuwendungen verzichten.

„Es ist sehr ärgerlich, dass wir wegen der Pandemie vielfach nur noch reagieren statt agieren können. Das ist eigentlich das Schlimmste am gegenwärtigen Zustand“, sagt Jahn, der zugleich viele angeschobene Projekte des Handball-Vereines in Gefahr sieht: „Es ist einfach schade um die Dinge, die gerade im Aufbau sind und die erfolgversprechend gestartet sind“, sagt der Bad Blankenburg und denkt dabei vor allem auch an die erst im Sommer begonnene Kooperation zwischen dem HSV und der HSG Saalfeld/Könitz im Nachwuchsbereich.