Judoka aus Schwarza überzeugen trotz langer Pause

Leipzig.  Judoka des SV 1883 Schwarza bei deutschlandweit größtem Judo-Turnier seit dem Lockdown

Julian Schreiber (links) nimmt die Medaille für den zweiten Platz entgegen.

Julian Schreiber (links) nimmt die Medaille für den zweiten Platz entgegen.

Foto: Matthias Herlitze

Beim JC Leipzig das deutschlandweit größte Judo-Turnier seit dem Lockdown im März statt. Beim 6. Internationalen AT-Cup traten die Kämpfer aus zahlreichen Vereinen in den Altersklassen U13, U15 und U18 gegeneinander an.

Auf den ersten Blick wirkte alles überraschend normal. Auf den zweiten dann aber doch nicht. Die Judoka, die gerade nicht gegeneinander kämpften, trugen alle Masken. Dazu durften sie sich nur auf speziell markierten Matten auf die Kämpfe vorbereiten. Und es waren deutlich weniger Athleten, als ursprünglich geplant. Gekommen waren aber immerhin rund 300, darunter auch eine Handvoll Dänen, zum Glück nicht aus der Hauptstadtregion Kopenhagen, die inzwischen vom Robert-Koch-Institut auch zum Risikogebiet erklärt wurde.

Auch fünf Kämpfer des SV 1883 Schwarza waren mit am Start und konnten im starken Starterfeld auch nach langer Pause überzeugen. Aaron Dathe und Kevin Maurer kämpften beide in der 55-Kilo-Klasse. Aaron gewann nach starker kräftezehrender Leistung drei Kämpfe in der Hauptrunde. Im Kampf um Platz drei musste er aber dann doch dem hohen intensiven Niveau Tribut zollen und hatte seinem Gegner nichts mehr entgegenzusetzen. Am Ende stand für ihn aber ein hervorragender fünfter Platz zu Buche.

Noch besser lief es für Kevin Maurer. Er konnte mit starken Techniken überzeugen und errang nach vier gewonnenen Kämpfen verdient Bronze! Jonas Kreuder und Maxim Konkin konnten dagegen nicht mit ihren Gegnern mithalten und schieden vorzeitig aus. Am Sonntag griff dann noch Julian Schreiber als Einzelkämpfer der Schwarzaer ins Geschehen ein. Mit zwei Siegen konnte er am Ende die Silbermedaille ergattern.

Mit diesem Wettkampf des Judoclubs Leipzig setzte die Kontaktsportart Judo ein starkes positives Zeichen in dieser sportlich doch recht trostlosen und schwierigen Zeit. Bleibt zu hoffen, dass andere Vereine den Mut finden, nachziehen und ebenfalls das eine oder andere Turnier organisieren.

mh