Junker fordert Geduld

Weimar  Thüringenligist SC 1903 Weimar verliert Test gegen Kreisoberligist Thüringen Jena 0:1. Trainer erwartet schwierige Saison

Gegen den Kreisoberligisten FC Thüringen Jena (in Blau) verlor der SC Weimar um Stephan Pabst (vorne) auf dem Kunstrasenplatz auf dem Lindenberg mit 0:1.

Gegen den Kreisoberligisten FC Thüringen Jena (in Blau) verlor der SC Weimar um Stephan Pabst (vorne) auf dem Kunstrasenplatz auf dem Lindenberg mit 0:1.

Foto: Hannsjörg Schumann

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Eine Menge Arbeit liegt noch vor Michael Junker. Seine Fußball-Mannschaft, der SC 1903 Weimar, verlor am Donnerstagabend auf dem Kunstrasenplatz am Stadion Lindenberg ein Testspiel gegen den zwei Klassen tiefer spielenden FC Thüringen Jena mit 0:1. „Das habe ich mir ganz anders vorgestellt“, sagt Junker. Auch wenige Tage nach dem 1:7 gegen den Oberligisten FC Einheit Rudolstadt konnte der Thüringenligist nicht überzeugen.

„Uns gelingt es nicht, hinten stabil zu stehen und vorne Chancen zu kreieren“, sagt Junker kritisch und weiß bereits jetzt, dass er vor einer sehr schwierigen Saison steht. Der Abgang von Denis Jäpel (zu Carl Zeiss Jena II) schmerzt immer noch. „Von der Quantität sind wir nicht gut bestückt“, weiß der Trainer, „mit einem Kader von 18 Spielern kommt man im Normalfall nicht durch die Saison.“ Er muss – und will – auf den Nachwuchs setzen. Mit Lucas und Eric Zeitz rückten zwei A-Junioren in den Kader. Kevin Weber und Fabian Schaft können ebenfalls den Sprung schaffen, trainieren bereits bei der Männermannschaft mit. „Wichtig ist, dass sie Wettkämpfe haben“, sagt Junker. Der einzig echte Neuzugang ist Defensivspieler Marc Andris von Carl Zeiss Jena II.

„Wir müssen mit unserem eigenen Nachwuchs klar kommen, weil kaum jemand nach Weimar wechseln will“, sagt der Trainer, „in einer großen Stadt ist es schwieriger Spieler zu gewinnen“, fügt er fort. Ähnlich ist es auch beim Ligakonkurrenten FC Eisenach, der im Umfeld noch weniger Konkurrenz hat, aber auch stets Schwierigkeiten hat, einen thüringenligatauglichen Kader zu stellen.

Daher fordert Junker für die kommenden Wochen Geduld. „Es wird noch eine Zeit dauern, bis wir dort sind, wo wir hinwollen.“ Diese Saison wird es der SC schwierig haben, in der oberen Tabellenhälfte zu landen.“ Den Klassenerhalt wollen wir vorzeitig sichern“, sagt Junker. In der nächsten Woche stehen vor dem Auftakt beim FC An der Fahner Höhe die Feinheiten an. „Wir wollen dann kompakt stehen und hinten nichts zulassen.“ Und vorne? „Da muss uns der liebe Gott helfen“, scherzt er.

Einen weiteren – und wohl letzten – Härtetest vor dem Saisonauftakt hat Weimar bereits heute gegen die in der Regionalliga beheimateten A-Junioren des FC Carl Zeiss Jena. Spielort und Zeit wollten beide Vereine jedoch erst kurzfristig festlegen.

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