Roma Bowler verpassen Aufstieg

Bowling: Die Roma Bowler haben mit Platz vier nach den Aufstiegsspielen in Freiburg den Sprung in die Zweite Liga verpasst

Halten trotzdem zusammen: Alle Spieler und Fans der Roma Bowlers in Freiburg im Breisgau. Foto: privat

Halten trotzdem zusammen: Alle Spieler und Fans der Roma Bowlers in Freiburg im Breisgau. Foto: privat

Foto: zgt

Jena. Hätte es das Aufstiegsrecht zur 2. Bowling Bundesliga für die stimmungsvollste Truppe gegeben - an den Roma Bowlers wäre partout keiner vorbeigekommen. Vielleicht hätte man ihnen gar gleich den Gang in die Erste angeboten, und selbst da hätte die Konkurrenz von ihnen lernen können.

Normalerweise ist Bowling - man lasse sich bloß nicht vom amateurtypisch kernigen Aufklatschen der Kugel oder dem Hintergrundgemurmel feuchtfröhlicher Bowlingrunden täuschen - eine sehr leise Sportart. "Normalerweise kann man bei uns eine Stecknadel fallen hören", sagt Mannschaftsmitglied Marcel Keil. Am Wochenende kämpften die Roma Bowlers als amtierender Thüringer Meister beim Bundesliga-Aufstiegsspiel Süd unter insgesamt neun Teams um die zwei zu vergebenden Startplätze für die Zweite Liga. Am Ende leider vergebens. Platz vier mit 11"163 Pins und einem Mannschaftsschnitt von 186,05 reichte nicht für den begehrten Spitzenplatz. Ist aber auch kein Grund, enttäuscht zu sein, sagt Keil. 50:50 - so hatten die Jenaer ihre Chancen eingeschätzt.

Insgesamt zwölf Partien hatte jedes Teams über die zwei Tage im badischen Freiburg zu bestreiten. Und die Roma Bowlers kamen durchaus vielversprechend in die Gänge. Nach dem ersten - und noch einmal nach dem vierten Spiel führten sie das Feld an, nach dem fünften stand Rang zwei zu Papier. Dann kam der Rutsch auf Position sechs, von wo man sich wieder aufwärts ackerte. Jederzeit unterstützt durch die unüberhörbaren Gesänge der mitgereisten Fans - was selbst die Profis auf den Bahnen so noch nicht kannten.

Apropos Profis. In Jena hatte man sich mit dem US-Amerikaner Brian Voss eine mächtige Unterstützung ins Boot geholt, zudem die des langjährigen deutschen Nationalspielers Karl-Peter "Carlo" Greulich. "Das ist ungefähr so, als würden Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi eine Regionalligamannschaft auf dem Weg in die Dritte Liga unterstützen", bemerkt Keil. Und trotzdem triumphierten am Ende die "Alley Gartors" aus dem Saarland (11"991 Pins, Schnitt 199,85), die ihrerseits mit dem US-Profi Michael Fagan und dem Engländer Dominic Barrett aufwarten konnten. Die beiden platzierten sich in der Einzelwertung mit einem Schnitt von 219,67 bzw. 216,25 knapp vor Voss mit 213,08.

Während der Amerikaner den Roma Bowlers einen erwartet guten Dienst leistete, blieb "Carlo" Greulich mit Rang 25 in der Einzelwertung, Schnitt 186,58, ein wenig auch hinter den eigenen Erwartungen zurück. Nichts desto trotz liegt ein gutes und lehrreiches Wochenende hinter den besten Bowlern im Freistaat. In diesen Tagen will man unter frischen Eindrücken gemeinsam und unter Anleitung von Brian Voss " an den Fehlern arbeiten", kündigt Keil an. Voss behalte seinen Spielerpass für die Roma Bowlers ebenso wie Greulich und werde auch in der kommenden Saison - so es sein Terminkalender zulässt - zur Verfügung stehen.

Die nächsten Termine stehen bereits an mit den Landesmeisterschaften im Mixed (22./23. März), Doppel (29./30. März) und Einzel (5./6. April). Hier geht es für die Jenaer nicht nur um die Tickets zu den Deutschen Meisterschaften. Sondern erneut darum, die Erfurter Dominanz zu brechen. Denn das, sagt Keil, war trotz der verpassten Chance in Freiburg das Beste am Thüringer Titel 2014.

Zu den Kommentaren