Roma Bowlers Jena richten den Blick weiter nach oben

Jena  Bowling: Die verrückte Debütsaison der Damen der Roma Bowlers endet in Unterföhring. Der Aufstieg wurde verpasst, aber Platz zwei gewonnen.

Das erfolgreiche Jenaer Damenteam der Roma-Bowlers verpasste als Aufsteiger den nächsten Aufstieg in die Erste Bundesliga nur knapp. Foto: OTZ

Das erfolgreiche Jenaer Damenteam der Roma-Bowlers verpasste als Aufsteiger den nächsten Aufstieg in die Erste Bundesliga nur knapp. Foto: OTZ

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Vor kurzem war es soweit: Der letzte Spieltag der Zweiten Bowling-Bundesliga der Damen stand an – und bis zum Schluss kämpften die Damen der Roma Bowlers mit dem Bundesligaabsteiger der Vorsaison, FTG Frankfurt, um den Aufstieg in die Erste Bundesliga.

Was als völlig utopisch und schier unmöglich vor einigen Monaten am ersten Spieltag in Nürnberg mit dem ersten Tabellenplatz begann, gipfelte in einem spannenden Zweikampf von Spieltag zu Spieltag, bei dem sich die Teams aus Frankfurt und Jena immer wieder an der Tabellenspitze abwechselten. So auch an diesem, für den Jenaer Verein historischen sechsten und letzten Spieltag in Unterföhring.

Die Jenaerinnen um Mannschaftsleiterin Kati Schmidt reisten als Tabellenführer in Europas größtes Bowlingcenter und sie konnten das Rennen um den heiß begehrten und einzigen Aufstiegsplatz bis in den letzten Wurf des achten Spiels offenhalten.

Während auf der Nachbarbahn im Duell FTG Frankfurt gegen BK München nur durch einen nicht geräumten Pin im letzten Feld das Duell zu Gunsten der Hessen entschieden wurde, verloren Jenas Damen ebenfalls das letzte Feld ihres Spieles im Duell gegen die Little Rollers aus Leipzig. Mit diesen zwei knappen Entscheidungen war das diesjährige Duell um den begehrten Platz eins, der zum Aufstieg in die Bundesliga berechtigt, entschieden. Im abschließenden letzten Spiel gab es nur noch extrem theoretische Chancen und so verwunderte es niemanden, dass die Luft ein wenig raus war.

Auch wenn man am Ende nicht ganz oben stand und den Aufstieg um Haaresbreite verpasst hat, so war niemand wirklich traurig im Team und im Kreis der Vereinsoberen, denn immerhin hat man dennoch historisches geschafft. Die Jenaerinnen sind überhaupt erst das erste Team aus Thüringen dem es gelang, die Zweite Bundesliga für ein weiteres Jahr zu erhalten – und das mehr als Eindrucksvoll, mit Platz zwei am Ende der Debütsaison.

Am Ende steht also die Freude über einen zweiten Platz in einer Saison, die den Jenaerinnen vieles bot: völlig neue spielerische Erfahrungen, viele neue Eindrücke und Möglichkeiten, aus denen man lernen und für die Zukunft profitieren kann. Man lernte viele neue und gute Spieler aus andere Bundesländern kennen, hat neue Freunde gefunden und es gelang die eigenen Leistungen noch weiter zu steigern. Wenn sich dieser Trend fortsetzt und man weiter fleißig trainiert, wird das Team mit Sicherheit auch in der kommenden Saison eine gute Rolle spielen können.

Während die Damen jetzt für ein paar Wochen die Beine hochlegen können, beginnt für die Männer der ersten Herrenmannschaft jetzt die heiße Phase der Vorbereitung auf die Aufstiegsspiele in Ludwigshafen. Zwar wird es ein mehr als schwieriges Unterfangen, erneut den Sprung in die Zweite Bundesliga zu schaffen, aber wer weiß, vielleicht kann man ein Stück von der vorletzten Zweitligasaison und dem damaligen Auftritt in Ludwigshafen profitieren.

Die Aufstiegsspiele finden bereits am 25. und 26. März in Ludwigshafen statt.

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