Kommentar: Ambitionen trotz Krise

Dirk Pille über Science City Jena.

Dirk Pille

Dirk Pille

Foto: Andreas Wetzel

Es ist ein Kaltstart und dabei darf man den Motor eigentlich nicht überhitzen. Doch Science City Jena muss sich nach über sieben Monaten Pflichtspielpause schnell warm werfen. Da muss man Gas geben. Schließlich hat der einzige Thüringer Basketball-Zweitligist trotz anhaltender Corona-Krise ambitionierte Ziele.

Der Verein kommuniziert es klar: Jena will wieder in die erste Liga zurück, dafür arbeiten Trainer Menz und sein Team in diesen Tagen hart. Ebenso wie Geschäftsführer Eberlein, der den Weg nach oben wirtschaftlich ohne Schulden organisieren muss. Bisher scheint das trotz aller Pandemie-Plagen möglich. Der Etat ähnelt dem Vorjahr. Fünf Neuverpflichtungen konnten in den letzten Monaten getätigt werden. Auf zwei weiteren Positionen soll sich noch verstärkt werden, wünscht Coach Menz.

Der ehemalige Bundestrainer hat einen Plan mit Science City und der nimmt langsam Formen an. Dafür trennte man sich von Akteuren mit Altverträgen, holte Männer ins Boot, die passen sollten. Wichtig ist nun für Jena ein guter Start nach so langer Spielpause. Das wird kein Kinderspiel, denn wegen diverser Hallenbelegungen in Jena und anderswo kam ein Spielplan heraus, der Science City vier Auswärtsspiele zum Start bescherte. Zweifellos ein Handicap, auch wenn anfeuernde Fans meist fehlen werden.

Trotzdem sollten die Thüringer Korbjäger von Beginn an ganz oben mitspielen. Denn keiner weiß in diesen Zeiten, wie lange die Saison wirklich dauern wird und ob es vielleicht wie im Frühjahr eine vorgezogene Entscheidung über den Aufstieg geben wird.

Deshalb heizt Trainer Menz den Motor schon jetzt kräftig an.

Zurück nach sieben Monaten: Science City Jena startet in die Saison