Kurzarbeit beim ThSV Eisenach

Eisenach.  Zweitligist ThSV Eisenach hat die wirtschaftliche Notbremse gezogen. Die Handball-Bundesliga sichert allen Vereinen die Lizenz für die neue Saison zu.

Eisenachs Fans um Trommler „Manolo" müssen sich weiter gedulden. Die Saison ist vorerst bis zum vorerst bis zum 23. April unterbrochen.

Eisenachs Fans um Trommler „Manolo" müssen sich weiter gedulden. Die Saison ist vorerst bis zum vorerst bis zum 23. April unterbrochen.

Foto: Sascha Fromm

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Auch Handball-Zweitligist ThSV Eisenach hat die wirtschaftliche Notbremse gezogen. Obwohl die Saison noch nicht wie in anderen Sportarten abgesagt wurde, gehen alle Spieler, Trainer und Mitarbeiter in Kurzarbeit. „Alle haben sich bei dieser Entscheidung solidarisch gezeigt. Trainiert werden kann jetzt nicht mehr. Die Spieler halten sich privat zu Hause fit“, sagt Pressesprecher Thomas Levknecht. „Wir hätten gern das Derby gegen Aue vor über 2000 Fans gespielt, doch die Gesundheit aller geht jetzt vor“, so Levknecht trotz der empfindlichen finanziellen Einbuße im fünfstelligen.

Sorgen mit einer Lizenzerteilung für die nächste Spielzeit dürften die Thüringer indes nicht bekommen. Die Handball-Bundesliga (HBL) will das Lizenzierungsverfahren vorzeitig beenden. „Wir werden allen Clubs unter Auflagen eine Lizenz erteilen“, kündigte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann an. Die zum 1. März eingereichten Unterlagen der Vereine hätten die Auswirkungen der gegenwärtigen Corona-Pandemie „in keinster Weise berücksichtigen können“, sagte Bohmann weiter.

Um die vorerst bis zum 23. April unterbrochene Saison noch zu einem regulären Ende bringen zu können, müsste der Spielbetrieb nach Ansicht von Bohmann spätestens Mitte Mai wieder aufgenommen werden. „Sollte es tatsächlich noch die Möglichkeit geben weiterzuspielen, könnte am 24. Juni der letzte Spieltag stattfinden“, sagte er. Eine Entscheidung zur Weiterführung müsste mindestens 14 Tage vorher erfolgen.

„Es wäre natürlich schön, wenn wir noch ein paar Heimspiele durchführen könnten. Wichtig wäre aber vor allem, dass die neue Spielzeit am 28. August beginnen kann", sagte Levknecht, der für die nächste Saison wegen der unsicheren Höhe von Sponsoren-Zuwendungen einen „Überlebenskampf im Profihandball“ vorhersagt.

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