Mainzer sind die große Unbekannte beim Geraer Oldieturnier

Gera.  Hallenfußball: Benjamin Auer soll Tore schießen. Stefan Kühne traf für den FC Carl Zeiss Jena schon im DFB-Pokal im Stadion der Freundschaft

Stefan Kühne bringt den FC Carl Zeiss Jena in der 1. Runde des DFB-Pokals gegen den 1. FC Gera 03 im August 2007 mit 1:0 in Führung.

Stefan Kühne bringt den FC Carl Zeiss Jena in der 1. Runde des DFB-Pokals gegen den 1. FC Gera 03 im August 2007 mit 1:0 in Führung.

Foto: Jens Lohse

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Zweites neues Team beim 22. Geraer Oldie-Turnier am Freitag nach dem 1. FC Köln sind die Traditionskicker des 1. FSV Mainz 05.

Nicht häufig treten die Oldies aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt bei Hallenturnieren an. „Das liegt daran, dass es in Mainz noch nicht so lange eine Traditionsmannschaft gibt. Letztes Jahr waren wir in Hannover, diesmal in Gera.

Vielleicht schaffen wir 2021 zwei Turniere“, so Christof Babatz, der der Teamverantwortliche der Mainzer ist. Nach Stationen bei Hannover 96 und beim Hamburger SV wechselte er 2000 zum 1. FSV Mainz 05, bei dem er sich endgültig im Profifußball etablierte. Der schussgewaltige Babatz war maßgeblich am Aufschwung des Vereins beteiligt und ermöglichte in den letzten fünf Spielen der Saison 2003/04 mit zwei Toren und sechs Vorlagen den Aufstieg der Rheinhessen in die Fußball-Bundesliga. Beim 2:4 beim VfB Stuttgart am 5. August 2004 verkürzte Babatz zwischenzeitlich auf 1:2 und war damit der erste Bundesliga-Torschütze in der Vereinsgeschichte der 05er.

Beim hochklassig besetzten Legenden-Turnier in Hannover vor einem knappen Jahr stellten die Mainzer aber ihre Klasse unter Beweis. Erst im Finale musste man sich damals Gastgeber Hannover 96 geschlagen geben. Besonders ärgerlich dabei, dass man den Endspielgegner in der Gruppenphase zuvor noch bezwungen hatte. Bester Torschütze im Team des FSV war der Aufstiegsheld von 2004 Michael Thurk, dem in fünf Partien sechs Treffer gelangen. Trotz der Finalniederlage waren die 05er keinesfalls unzufrieden mit dem Turnierverlauf. „Das Finale haben wir leider verloren, wir können aber mit dem zweiten Platz gut leben“, so das Resümee von Christof Babatz.

In der Vorrunde hatten sich die Mainzer nach Siegen gegen Hannover 96 (4:2) und den Hamburger SV (4:3) bei einer knappen Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen die Toto-Allstars (3:4) als Gruppensieger durchgesetzt und im Halbfinale klar mit 4:0 gegen Schalke 04 gewonnen. Erst im Endspiel verließen die Mainzer etwas die Kräfte, so dass Thurk beim 1:4 nur noch der Ehrentreffer vorbehalten war.

Dass die Stars von gestern am Ball harmonieren, hatten sie zuvor aber längst unter Beweis gestellt und darüber hinaus nicht zuletzt weitere Kontrahenten wie Werder Bremen, Borussia Mönchengladbach oder auch den VfL Wolfsburg hinter sich gelassen.

Fürs Toreschießen bringen die Mainzer Benjamin Auer mit nach Gera. Der 39-Jährige galt 2001 bei der U 20-Weltmeisterschaft in Argentinien als größtes deutsches Sturmtalent, konnte die hohen Erwartungen in seiner Laufbahn aber nie erfüllen. Nach einem Kreuzbandriss wechselte er früh nach Differenzen mit Trainer Hans Meyer aus Mönchengladbach zum damaligen Zweitligisten nach Mainz. Nach 116 Begegnungen für die 05er in beiden Bundesligen und 30 Treffern folgten weitere Stationen in Bochum, Kaiserslautern und Aachen. In der Rangliste der erfolgreichsten deutschen U 21-Nationalspieler belegt Auer hinter Pierre Littbarski (18) und Heiko Herrlich (17) mit 15 Treffern den dritten Rang.

Eine Vergangenheit beim FC Carl Zeiss Jena hat Stefan Kühne. Mit 18 Jahren nach Mainz gewechselt, spielte er dort hauptsächlich bei den Amateuren, kam lediglich zu vier Einsätzen im Profi-Team. Von 2006 bis 2008 und nochmals in der Saison 2009/10 bestritt er 74 Punktspiele für die Jenaer. An Gera dürfte sich der mittlerweile 39-Jährige gern erinnern. Im DFB-Pokal 2007/08, in dem der FC Carl Zeiss das Halbfinale erreichte, traf man in der 1. Runde im Stadion der Freundschaft auf den 1. FC Gera 03. Beim 3:0-Erfolg der Gäste gelang Stefan Kühne vor der Pause der 1:0-Führungstreffer - das einzige DFB-Pokal-Tor seiner Laufbahn.

1. FSV Mainz 05 in Gera: Sven Hoffmeister, Benjamin Auer, Christof Babatz, Mark Schierenberg, Daniel Gunkel, Srdan Baljak, Stefan Kühne, Tamas Badog, Stipan Jakic

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