Makel bei Beachvolleyballturnier sorgt für Irritationen

Kindelbrück.  Vier Teams vom SVC Nordhausen waren beim Beachvolleyball-Turnier dabei. Ein Duo spielt sich ins Halbfinale.

Felix Loup (links) vom SVC Nordhausen im Duell mit dem späteren Sieger Stefan Stauß aus Erfurt.

Felix Loup (links) vom SVC Nordhausen im Duell mit dem späteren Sieger Stefan Stauß aus Erfurt.

Foto: Dominik Rieger

Zumindest im Beachvolleyball ist die Normalität zurückgekehrt. Das Privileg, Wettkämpfe ohne spürbare Einschränkungen absolvieren zu dürfen, genossen am Samstag auch vier Teams vom SVC Nordhausen. Mit dabei waren König/Kampmeyer, Loup/Hüser, Riemekasten/Herbarth, und Rieger/Kretzschmar. 16 Mannschaften gingen in vier Gruppen ins Rennen. Hüser/Loup und Riemekasten/Herbarth trafen schon in der Vorrunde aufeinander. Sie trennten sich unentschieden, was eher ungewöhnlich ist. Es wurden in der Vorrunde zwei Sätze bis 15 gespielt, weiter nichts. So war es sehr eng. Den ersten Satz gewannen Riemekasten/Herbarth 15:12 und den zweite Loup/Hüser mit 15:13.

Von den vier Teams gewannen drei ihr erstes Spiel, Lars Hüser und Felix Loup verloren knapp gegen die Beachlegenden Stauß/Rieder aus Erfurt. Mit sichtlich viel Spaß und dem nötigen Ehrgeiz zogen drei der SVC-Teams ins Viertelfinale ein. Mal mit dem Glück des Tüchtigen aber auch mit Spielwitz und Können. Loup/Hüser wurden in ihrer Gruppe nur Dritter und konnten somit nur noch in den Platzierungsspielen mitmischen.

Im Viertelfinale wurde aus drei SVC-Teams nur noch eins. Tobias König und Chris Kampmeyer schafften den Sprung ins Halbfinale, nach einer souveränen Leistung. Das Team Dominik Rieger/André Kretzschmar verlor beide Sätze gegen die späteren Turnierzweiten aus Erfurt Lars Pößel/Martin Durner und belegten somit den fünften Platz. Das weitere SVC-Team Thomas Riemekasten/Rick Herbarth verlor ebenfalls im Viertelfinale 0:2 und wurde ebenfalls Fünfter.

Kommunikation war nicht deutlich genug

Das letzte SVC-Team König/Kampmeyer verlor ihr Halbfinale ganz knapp 1:2. Auch hier war die Zählweise eine eher fragwürdige, ähnlich wie in der Vorrunde als nur zwei Sätze gespielt wurden und es so ein Unentschieden gab. In den K.o.-Spielen wurden zwei Gewinnsätze gespielt, was üblich ist. Jedoch wurde der mögliche dritte Satz nur bis Sieben gespielt. Auch wurde nicht wie üblich so gespielt, dass man zwei Punkte Vorsprung brauchte. Der Satz hätte auch 7:6 ausgehen können und hätte gezählt. „Die Zählweise war schon sehr kurios. Zumal immer wieder gewechselt wurde. Kaum einer wusste so richtig Bescheid. Es wurde auch nicht deutlich genug kommuniziert, so dass hier und da Irritationen auftraten. Das war etwas unglücklich. Uns persönlich hat das nicht entscheidend getroffen, aber es war schon ungewöhnlich“, wunderte sich nicht nur Thomas Riemekasten. Um dem noch eins draufzusetzen, wurde die Zählweise ein drittes Mal geändert. Beim Spiel um Platz drei und im Finale wurde bei einem möglichen dritten Durchgang bis elf gespielt, mit den üblichen zwei Punkten Abstand.

Beim Spiel um Platz drei war dann die Luft raus bei König/Kampmeyer. Den Sieg holten Stauß/Rieder. „Es war ein bisschen wie Klassentreffen. Man hat sehr viele alte Bekannte und Weggefährten getroffen. Und die beiden Gewinner haben einmal mehr bewiesen, dass man mit fortgeschrittenem Alter immer noch auf hohem Niveau spielen kann“, sagte der 46-jährige Dominik Rieger, der seit 20 Jahren beim SVC spielt und unter anderem in der 2. Bundesliga, Regionalliga und Thüringenliga gespielt hat.

„Trotz einiger kleinerer Problemchen mit der Zählweise war es ein schöner Tag und wir hatten jede Menge Spaß. Mit insgesamt acht Mann dabei gewesen zu sein war schon toll. Und man merkte allen an, dass sie Sport im Allgemeinen vermisst haben. Es war ein runder Tag“, sagte Thomas Riemekasten abschließend.