Mariusz Wolanski wird zum Derby-Helden

Teistungen  Wacker Teistungen bezwingt in der 2. Runde des Fußball-Landespokals den 1. SC Heiligenstadt knapp 1:0 (0:0)

Kein hochklassiges, aber ein spannendes Derby sahen die Zuschauer gestern zwischen Teistungen (in Weiß) und Heiligenstadt (rot).Fotos (2): Heiko Heddergott

Kein hochklassiges, aber ein spannendes Derby sahen die Zuschauer gestern zwischen Teistungen (in Weiß) und Heiligenstadt (rot).Fotos (2): Heiko Heddergott

Foto: Heiko Heddergott

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Teil eins der Derby-Wochen geht an die SG FC Wacker Teistungen. Gestern setzte sich die Mannschaft von Michael Böduel in der zweiten Runde des Fußball-Landespokals gegen den 1. SC 1911 Heiligenstadt knapp mit 1:0 (0:0) durch und kann nun im Achtelfinale auf ein großes Los wie den FC Rot-Weiß Erfurt, FC Carl Zeiss Jena oder den FSV Wacker Nordhausen hoffen. Doch bevor sich die Teistunger darauf konzentrieren, steht bereits nächsten Sonntag Teil zwei der Derby-Wochen an – in der Thüringenliga erneut gegen den SC Heiligenstadt.

„Wir haben unsere Chancen nicht genutzt“, meinte gestern Heiligenstadts Mannschaftsleiter Christoph Rodenstock nach der Niederlage, der wie Teistungens Trainer Michael Böduel ein ausgeglichenes Spiel auf Augenhöhe sah.

In der ersten Halbzeit taten sich beide Mannschaften nur wenig weh, Großchancen gab es gar nicht. Einzig die Heiligenstädter Maximilian Henkel (Norbert Baran hält), Alexander Rohner und Robert Merfert kamen zu ungefährlichen Abschlüssen.

„Heiligenstadt hatte mehr Spielanteile, aber wir haben taktisch gut gestanden“, war Böduel zufrieden, der in der zweiten Halbzeit mit der Einwechslung von Maciej Wolanski offensiver agieren wollte.

Sein Plan ging auf. Denn ein weiterer Wolanski, nämlich Bruder Mariusz Wolanski, wurde dann zum Matchwinner. Einen Konter verwertete der Tscheche in der 65. Minute eiskalt zum 1:0. „Da haben wir gar nicht gut verteidigt“, ärgerte sich Rodenstock.

Nur kurz zuvor hatten die Gäste selbst die Möglichkeit zu ihrem Treffer gehabt, doch scheiterte Henkel erneut am stark parierenden Baran.

In der Schlussphase drückte Heiligenstadt auf den Ausgleich, ohne jedoch gefährlich zu werden. Einzig Alexander Rohner kam zu einer Möglichkeit. Die Gastgeber verlagerten sich nun auf das Kontern, waren aber nicht abgeklärt genug, spielten diese nicht gut aus und verpassten somit die Vorentscheidung.

Rodenstock: „Liga ist wichtiger als Pokal“

„Wir wollten schon eine Runde weiterkommen“, sagte Rodenstock, „aber die Liga ist wichtiger als der Pokal – und da wollen wir nächste Woche drei Punkte.“

Rückschlüsse auf das nächste Aufeinandertreffen lassen sich laut Böduel keine ziehen. Der Teistunger Coach will erst die Personalsituation einsehen, nachdem sich einige Spieler trotz eines fairen Derbys leichte Blessuren einfingen.

Einen Favoriten wird es dann auch am kommenden Sonntag nicht geben. Als Sieger wird dann die Mannschaft vom Platz gehen, die ihre Chancen nutzt. So wie gestern.

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