Neuer Anlauf, neues Glück

Arnstadt/Unterpörlitz.  Während Unterpörlitz trotz eigentlich sportlichen Abstiegs in der Tischtennis-Verbandsliga West der Herren verbleibt, geht Arnstadt in die Bezirksliga zurück

Florian Gerhardt vom Tischtennis-Verbandsligisten SV 1880 Unterpörlitz

Florian Gerhardt vom Tischtennis-Verbandsligisten SV 1880 Unterpörlitz

Foto: René Röder

Während der SV 1880 Unterpörlitz trotz eigentlich sportlichen Abstiegs nun doch auch in der kommenden Saison in der Tischtennis-Verbandsliga West der Männer verbleibt, hat sich der SV 09 Arnstadt als Tabellenletzter der nach 14 der 18 Spiele abgebrochenen und gewerteten Saison doch für den Gang zurück in die 1. Bezirksliga Süd entschieden. Anfang September soll es ins neue Spieljahr 2020/21 gehen.

Sowohl die Arnstädter als auch Unterpörlitz gewannen jeweils nur eine Partie, die jeweils gegeneinander. Unterpörlitz siegte zum Start daheim 9:4. Der SV 09 Arnstadt gewann das Rückspiel in der alten Jahnsporthalle mitreißend 9:7.

Arnstadts Urgestein Edmund Weiß erkannte schnell: „Die Liga ist für uns in der derzeitigen Besetzung schon eine Nummer zu groß. Daran ändert auch der eine Sieg nichts. Wir haben das Abenteuer aufzusteigen gewagt, jetzt halten wir auch durch.“ Dann beendete Corona die Saison vorzeitig.

Der SV 09 Arnstadt war 2019 als Tabellenzweiter hinter dem unbesiegten TTV Stadtlengsfeld fast ohne personelle Veränderungen in die Verbandsliga aufgestiegen, nachdem Mengersgereuth-Hämmern zurückzog und die Arnstädter freiwillig nachrückten. Große personelle Experimente hatte Abteilungsleiter und Gesamtvereins-Schatzmeister Wolfgang Gessner dennoch immer ausgeschlossen. „Wir werden auch weiter auf unsere eigenen Leute setzen uns wegen der Verbandsliga nicht überheben.“

Der SV 09 Arnstadt hat deutschlandweit erfolgreiche Senioren, eine gute Reserve und Arnstadt hat auch viele Talente, die bei Motor und dem SV 09 heranwuchsen und einen gemeinsam erfolgreichen Weg finden sollten.

Das Leistungsgefüge zwischen Männer-Verbands- und Bezirksliga ist enorm. Das wussten die Arnstädter von Anfang an. Schon nach den ersten Spielen meinte Silvio Höbald selbstkritisch: „Da können wir nur schwer mithalten. Sehr viele Siege wird es für uns gegen diese starke Konkurrenz nicht geben, sieglos wollen wir aber auch nicht bleiben...“ Es blieb bei einem Sieg aus 13 Spielen.

Mehr erhofft hatten sich die Tischtennis-Männer des SV 1880 Unterpörlitz in der zweiten Verbandsliga-Saison.

Nach dem überraschenden Platz sechs des Vorjahres mit soliden 13:19 Punkten, lief im zweiten Verbandsliga-Jahr abgesehen vom Auftaktsieg gegen Arnstadt und dem 8:8 über Lauscha wenig. Statt sicherem Klassenerhalt verstrickten sich die Ilmenauer immer mehr im Abstiegskampf, beschlossen das „gekappte“ Spieljahr als Vorletzter auf einem sportlichen Abstiegsplatz. Florian Gebhardt: „Wir blieben zu oft unter unseren eigenen Möglichkeiten. Nach dem Abgang im oberen Paarkreuz gestaltete sich die Saison schwieriger als erwartet.“

Vor allem Viet Anh Do (Auslandspraktikum in Australien) und André Franzky (zurück nach Mengersgereuth-Hämmern) und nur sporadisch mögliche Einsätze von Ole Lampe machten sich deutlich bemerkbar. Dennoch hatten die Unterpörlitzer immer wieder den Klassenerhalt dicht vor Augen. Ein Sieg mehr hätte dafür gereicht. Neuer Anlauf neues Glück? Die Saison hat gezeigt, dass sich personell da in Unterpörlitz für ein erfolgreicheres Verbandsliga tun muss.