Nordhäuser SV wird zweimal Zweiter

Nordhausen.  Bei der Handball-Bestenermittlung im Nachwuchs überzeugte der Nordhäuser SV als Gastgeber.

Damian Bachmann (am Ball) konnte sich unter anderem auch mehrfach gegen die HSG Suhl durchsetzen. 

Damian Bachmann (am Ball) konnte sich unter anderem auch mehrfach gegen die HSG Suhl durchsetzen. 

Foto: Christoph Keil

Großer Jubel nach dem Schlusspfiff. Nordhausen gewinnt gegen den ThSV Eisenach. Pascal Eichentopf klatscht mit seinen Spielern zufrieden ab. Der Handballtrainer der D-Jugend des Nordhäuser SV hat mittlerweile eine Mannschaft geformt, die noch jede Menge erreichen kann. Zwar ging das Rückspiel knapp mit einem Tor verloren, aber man sieht, dass da was wächst in Nordhausen.

Das gesamte Wochenende durfte sich der Handball-Nachwuchs präsentieren. Es stand die Bestenermittlung beim Nordhäuser SV auf dem Plan. Nach der abgebrochenen Saison wollten die Nordhäuser auch anderen Mannschaften die Möglichkeit geben, das beste Team sportlich zu ermitteln. Die jeweils Ersten und besten Zweiten der einzelnen Landesliga-Staffeln waren für das an sich inoffizielle Turnier qualifiziert. „Wir haben lange überlegt, ob wir das Turnier durchführen“, sagte Veit Meier, Trainer und Verantwortlicher des Turniers vom Nordhäuser SV, zu Beginn skeptisch. Aber die Resonanz, als die Idee nach draußen ging, war durchweg positiv. „Alle haben sofort zugesagt. Das war schon erstaunlich und hat gezeigt, dass alle wollen. Und wir haben uns gesagt, dass wir was zu Ende bringen müssen, was wir begonnen haben. Vor allem für die Jungs“, so Meier weiter.

Am Samstag war das Turnier der E-Jugend. Mit dabei waren der HBV Jena, Behringen/Sonneborn, SV Hermsdorf, ThSV Eisenach und die Gastgeber. Am Ende gewann aufgrund des leicht besseren Torverhältnisses Eisenach vor den Gastgebern. Und das, obwohl der NSV die Wartburgstädter besiegt hatte. 10:9 hieß es nach 15 Minuten Spielzeit. Dass danach die Nordhäuser vielleicht etwas zu verausgabt waren, zeigte die Partie gegen Behringen, die knapp 7:8 verloren ging. „Die Sache mit dem zweiten Platz kennen wir“, schmunzelt Veit Meier. Denn der Nordhäuser SV hat in der Vergangenheit im Nachwuchs oft diesen Platz inne gehabt. Dritter wurde Behringen/Sonneborn, gefolgt von Hermsdorf und Jena.

„Es ist noch Luft nach oben“, meint der Coach

Am Sonntag ging es dann mit der D-Jugend weiter: ThSV Eisenach, HSG Suhl, HSV Bad Blankenburg und die Gastgeber. Mit der HSG Suhl kristallisierte sich eine spiel- und kampfstarke Truppe heraus, die das Turnier in überzeugender Manier gewann und zu Recht in der D-Jugend beste Mannschaft wurde. Im letzten Spiel des Turniers kam es zum Duell gegen Suhl, was Nordhausen in einem Krimi 9:8 für sich entschied. Aber das reichte nicht für den ersten Platz, da der NSV zuvor gegen Eisenach knapp verlor und auch das Hinspiel gegen Suhl nicht gewinnen konnte. Man sah den Kampfgeist und den Willen, den die Jungs bereits innehaben. So wurde es wieder der zweite Platz.

„Ganz zufrieden mit der Leistung von meinen Jungs bin ich noch nicht. Klar ist da noch Luft nach oben. Nach der langen Pause aber auch kein Wunder. Die technischen Fehler sind schon noch recht viele. Aber das gibt sich mit der Zeit wieder“, sagt Pascal Eichentopf, Trainer der D-Jugend, die er schon seit mehreren Jahren begleitet. Der engagierte Ex-Spieler der ersten Mannschaft trieb seine Jungs immer wieder an, motivierte und mahnte. Erstaunlich bei der Mannschaft war, dass unter anderem Till Liesegang, der im Normalfall noch in der E-Jugend spielt, Talente dabei sind, die schon Erfahrungen in der Landesauswahl haben. Auch Damian Bachmann, der Sohn vom Sprint-Ass Marco Bachmann, zeigte, dass er nicht nur in der Leichtathletik ein Ausnahmeathlet ist. „Es war ein schönes Wochenende. Alles hat geklappt. Alle haben sich an die Regeln gehalten und wir konnten alle Auflagen erfüllen. Ob es das Lüften war oder das Desinfizieren“, ist Veit Meier froh, wie das Turnierwochenende ablief. Mit der Durchführung hat Nordhausen eine Art Vorreiterstellung eingenommen und gezeigt, dass es auch unter strengen Auflagen geht, ein hochkarätiges Turnier durchzuführen, auch wenn keine Zuschauer erlaubt waren.

Auch Verbandstrainer Christian Roch ließ es sich nicht nehmen und kam zu Besuch. „Es war ein starkes Turnier und wenn man es mit den Jahrgängen zuvor vergleicht, haben wir in Thüringen einen Sprung gemacht. Das war richtig gut und stimmt uns alle positiv für die Zukunft.“