Rekordhalter, Ex-Nationalakteur und treffsicher gegen Erfurt

Martin Fiß (Bad Langensalza), Maciej Wolanski (Teistungen) und Ivan Peric (Heiligenstadt) sind die besten Torschützen ihrer Teams.

Ivan Peric konnte für Fußball-Verbandsligist SC Heiligenstadt in dieser Saison bisher dreimal einen eigenen Treffer bejubeln.

Ivan Peric konnte für Fußball-Verbandsligist SC Heiligenstadt in dieser Saison bisher dreimal einen eigenen Treffer bejubeln.

Foto: Rocco Menger

Eichsfeld/Unstrut-Hainich-Kreis. Mit bisher 13 Saisontreffern führt Frank Gerisch vom FSV Schleiz momentan die Torschützenliste der Fußball-Verbandsliga an. Von dieser Ausbaute sind die besten Schützen des FSV Preußen Bad Langensalza, des FC Wacker Teistungen sowie des SC Heiligenstadt ein gutes Stück entfernt.

Bei den Preußen aus Bad Langensalza teilen sich mit Thilo Kleinert und Martin Fiß zwei Akteure den ersten Rang in der teaminternen Torschützenliste. Beide haben im bisherigen Verlauf der Serie fünfmal eingenetzt. Während Kleinert eigentlich defensiver positioniert ist, hat der erfahrene Fiß bereits in den vergangenen Jahren bewiesen, dass er es versteht, den Ball im gegnerischen Gehäuse unterzubringen.

"Den könnte ich auch gut gebrauchen"

"Den könnte ich auch gut gebrauchen", hatte einst Mathias Eckert, damals Trainer in Teistungen und heute sportlich für den Kreisoberligisten VfB Bischofferode zuständig, nach einem Heimspiel gegen Bad Langensalza, bei dem der flinke Fiß seinen Gegenspielern ein ums andere Mal enteilt war, gesagt.

Inzwischen ist Fiß, seit Dezember Vater einer Tochter, Rekordschütze der Preußen. In dieser Saison schnürte er beim 5:3-Auswärtssieg seiner Elf in Eisenberg einen Dreierpack, traf zudem am 1. Spieltag beim 3:1-Auswärtssieg seines Teams bei Schott Jena sowie zu Hause zum 1:1-Endstand gegen die Spielvereinigung Geratal.

Früher polnischer Jugend-Nationalspieler

Elf Tore in sieben Spielen hat der FC Wacker Teistungen markiert. Fast die Hälfte davon, nämlich fünf, hat Maciej Wolanski erzielt. Dass der polnische Angreifer der gefährlichste Angreifer in Diensten der Eichsfelder ist, überrascht nicht.

Wie gefährlich der mit 24 Jahren jüngste der vier Wolanski-Brüder, die für den FC Wacker auflaufen, ist, hat er schließlich schon in den vergangenen Jahren regelmäßig gezeigt. In der vergangenen abgebrochenen Saison traf der ehemalige polnische Jugend-Auswahlspieler immerhin zehnmal, in der Serie 2018/19 19-mal - nur Benjamin Hertel (37 Tore) vom Meister FSV Martinroda und David Thorwarth von der Spielvereinigung Geratal (20) waren damals besser.

Wolanski vereint Technik und Schnelligkeit, lässt sich auch gerne mal ins Mittelfeld fallen, um dann mit seiner Geschwindigkeit in die Spitze zu stoßen. In dieser Saison haben Teistungens Toptorschützen Achillessehnenprobleme daran gehindert, noch häufiger erfolgreich zu sein.

Toller Freistoßtreffer gegen RW Erfurt

Der SC Heiligenstadt (SCH) tat sich bisher offensiv sehr schwer. Nur sieben Tore und damit so wenig wie keiner anderen Verbandsliga-Mannschaft gelangen den Kurstädtern bisher. Drei davon gehen auf das Konto von Ivan Peric, der in der Spielzeit zuvor mit 14 Erfolgserlebnissen bereits bester SCH-Torschütze war.

Nur in einem der drei Spiele, in denen der Kroate zuschlug, reichte es für den SCH jedoch zu einem Zähler - beim 1:1 in Geratal am dritten Spieltag. Beim 1:2 in Eisenberg gingen die Heiligenstädter trotz Perics zwischenzeitlichem Ausgleich zum 1:1 letztlich leer aus (1:2), im letzten Duell vor der aktuellen Corona-Zwangspause beim FC Thüringen Weida brachte Heiligenstadts Nummer elf seine Elf zwar kurz nach der Pause in Front, am Ende stand es jedoch 1:2 aus Sicht der Gäste.

Peric kommt oft und gerne über die linke Seite, besitzt eine gute Grundschnelligkeit und ist zudem ein gefährlicher Standardschütze: Im Vorbereitungsspiel gegen den Oberligisten RW Erfurt im vergangenen Sommer gelang dem Kroaten im Gesundbrunnenstadion per tollem Freistoß aus großer Distanz die Heiligenstädter Führung.